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GEWUCHTETE BUMERANGS II
 
Gewichte
 
Bringt man an einen solchen konzipierten, definierten (ich nenne diese Bumerang DEFINITION mit zusätzlicher Zahlenangabe, die die Definition des Bumerangs darstellt, denn diese Bumerangs sind zumindest als Silhouette definiert) Bumerang Gewichte an, kann er mittels Wachtwaage natürlich Ringsegmentmttelpunkt und Drehpunkt wieder aufeinander trimmen, doch Vorsicht! Gewichte an den Flügelenden bedingen aus Wuchtgründen viel größere Gewichte am Ellenbogen (Hebelgesetz), d.h. in der Nähe des Schwerpunktes: sehr, sehr schlecht!
 
Wilhelm Bretfeld vermutet schon in seinem Buch, daß das Rotationsvermögen nicht allein vom Gewicht, sondern von der Gewichtsverteilung abhängt: genau! Denn Gewicht auf großem Radius erhöht das sog. Trägheitsmoment (deutsch: das Rotationsbeharrungsvermögen oder "dreht er einmal, dreht er auch lange", Beispiel: Schwungräder). Bringt man am Ellenbogen Gewichte an, so sind diese auf kleinem Radios: schlecht. Man sollte also von vornherein berücksichtigen, falls gewichtet werden soll, evtl. entsprechend kürzere Flügel oder größeres Ringsegment (für Physikbuchleser: Sachverhalt ist der Satz von Steiner).
 
Noch ein Satz zum Gewichten: Einerseits soll die Dauerhaftigkeit des Spins erhöht werden, andererseits entnehme ich mancher Literatur, soll Auftrieb vernichtet werden. Provozierende Frage: Warum baut man nicht gleich nur soviel Auftrieb ein, wie benötigt wird?
 
Zum Schluß: wie schon gesagt, dies ist ein Ansatz, wie man Bumerangs mit physikalischer Begründung bauen kann. Der nächste konsequente Gedankenschritt wäre Rotation und Vorwärtsbewegung zusammen zu studieren (entsprechende Fotoserien sind in Vorbereitung-ohne Wunderkerze), um dann Varianten, wie Profilierung, Verlagerung des Schwerpunktes durch entsprechende Gewichte, Flügelform, symetrisch oder unsymetrische Bumerangs, Gleichberechtigung der beiden Flügel (sie sind es nicht) etc. auszuprobieren.
 
Aber eines bleibt ganz sicher (auch ohne wissenschaftliche Ausdeutung): They do fly and really come back!
 

 
P.S. Wers probiert, wird erstaunt sein, welch elegante Bumerangs sich trotz Mathematik und Physik ergeben, oder vielleicht deswegen. Anm. des Herausgeberteams: dieser Aufsatz ist ein gedanklicher Ansatz, der zur Diskussion anregen soll, nicht mehr und nicht weniger. Aus diesem Grund haben wir ihn in voller Länge veröffenlicht. Unter uns: meine/unsere besten Bumerangs sind total ungewichtet. Aber es kommt wohl darauf an, wozu man einen Bumerang benutzen will.
 
-vb-

 
   
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