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Editorial
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Bauplan: Wishbone
B's mit Rudern
 
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Bumerangs mit Rudern
 
- Gerhard Kaltenegger, 5309 Meckenheim, Breslauer Str. 20 -
 
Liebe Bumerangfreunde!
 
Wer Erfahrungen sammeln will, wie Bumerangs bei unterschiedlicher Profilgestaltung/Flügelstellung fliegen, wird in der Regel verschiedene Bumerangs bauen oder die Flügelstellung an einem Bumerang durch Biegen verändern. Beides hat Nachteile: Im ersten Fall sind die Ausgangsbedingungen nicht immer gleich, da es fast ausgeschlossen ist, zwei gleiche Bumerangs zu bauen, die sich nur in einem ganz bestimmten Punkt unterscheiden; im zweiten Fall ist die einmal veränderte Flügelstellung für Vergleichsversuche mit Sicherheit nicht wiederherstellbar.
 
Ich habe versucht, das Problem durch Einbau von "Rudern", ähnlich den Quer- und Höhenrudern bzw. (schwenkbaren) Vorflügelklappen an Flugzeugen zu lösen. Mit den aerodynamischen Hintergründen will ich Euch hier nicht belasten. Ihr werdet sehen: Es funktioniert! Probiert's einfach aus! Durch Hochstellen der Ruder an der Profilnase läßt sich das Prinzip eines "fast catch" simulieren (frühzeitiges Eindrehen). Bei leichtem Hochstellen der Ruder am Profilende ist der Bumerang auch für stärkeren Wind geeignet.
 
Übrigens: Keine Angst vor Brüchen! Ich hatte bisher erst einen: Ich bin draufgetreten!
Viel Spaß beim Experimentieren und mhr!
 
Gerhard Kaltenegger
 
Bauhinweise:
  • Normalen Bumerang bauen; ich habe 6,5 mm Multiplex finn. Birke, 5-schichtig, benutzt; mit Flugzeugsperrholz wird's stabiler; bei Verwendung von 5 mm-Sperrholz erst versuchen, ob es mit den Bohrlöchern klappt; s.u.
  • Bumerang einfliegen
  • Auf der Unterseite Ruder aufzeichnen (Du solltest erst einmal mit Rudern am Profilende beginnen!); die Seitenkanten der Ruder verlaufen schräg zu den Profilkanten, damit der durch die Rotation des Bumerangs hier erzeugte Luftwiderstand geringer wird; die Schrägneigung erhältst Du, wenn Du um den Schwerpunkt des Bumerangs Kreise an den gewünschten Stellen ziehst; Schrägen an den Kreisen nur orientieren; sie müssen parallel zueinander verlaufen, sonst klemmen die Ruder später.
  • Ruder mit Laubsäge ausschneiden (möglichst gerade Schnittkanten), seitlich etwas abschmirgeln für Draht/Nagel (s. Zeichnung) und an der hinteren Schnittkante oben und unten etwas abrunden (sonst lassen sie sich nicht drehen).
  • 1 mm-Löcher in die Ruder und in den Bumerang bohren (Zeichnung!); Vorsicht, Bumerang bzw. Ruder dazu einspannen!
  • Drahtstücke oder Nägel (1 mm) biegen (Zeichnung!) und in die Löcher der Ruder einführen.
  • Ruder mit den herausstehenden Drahtstücken/Nägeln in Löcher im Bumerang stecken
  • fertig!

 
Noch eine Schlußbemerkung:
Durch den Schlitz zwischen Ruder und Bumerang strömt natürlich Luft (Druckausgleich zwischen Flügelober- und -unterseite). Dadurch geht - zusätzlich zu den gewünschten Änderungen der Auftriebsverhältnisse durch Änderung der Rudereinstellung - Auftrieb verloren und Widerstand wird erzeugt. Dies läßt sich vermeiden, wenn der Schlitz mit Isolierband abgeklebt wird. "Perfektionisten" können die o.g. unerwünschte Erscheinung deutlich vermindern, wenn sie den Bumerang am Ruderausschnitt entsprechend der Rundung der Innenseite des Ruders auskehlen (Bohrmaschine mit kleinem Kugelfräskopf - Modellbaubedarf). Im Querschnitt sieht das dann so aus:
 
Nachteil: Das ausgeschnittene Ruder ist dann nicht brauchbar, weil zu schmal. Es muß in der erforderlichen Breite besonders angefertigt werden.
 

Bauplan Ruder I     Bauplan Ruder II
Baupläne zu "Bumerangs mit Rudern"

 
   
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