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Bumerangs nach Maß
 
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DESIGN: BUMERANGS NACH MASS
 
In seinem hervorragenden Artikel über Wettkampfbumerangs(BuWe l+2 1999) hat Volker Behrens zwei Dinge gesagt, an die ich hier anknüpfen will:
 
1. Beim Anfertigen eines Wettkampf-B's muß man 'eine Form finden, die im Groben den Anforderungen entspricht'.
 
2. Unsymmetrische Bumerangs sind windstabiler!
 
Grade dieser zweiten Aussage kann ich nur voll zustimmen. Außerdem finde ich, daß asymmetrische Formm toleranter auf unterschiedlich starken Abwurf reagieren.
Also schauen wir uns die unsymmetrischen Formen etwas genauer an (ganz in Gegensatz zu meinen bisherigen Artikeln völlig ohne Theorie und Formelsalat!).
 
Unterschiedlich lange Arm kennt man ja von den Hockey-Stick-MTAs. Ein längerer Arm 1 bringt einen längeren Schwebeflug und späteres Flachlegen (was durch Biegen ausgeglichen wird). Arm 1 länger zu machen hat also nur bei MTA- und Floater-B's einen Sinn.
Für die meisten Disziplinen brauchen wir dagegen B's, die nur kurz schweben und uns praktisch in den Schoß fallen. Das lätßt sich durch einen längeren Arm 2 erreichen. Bei gleicher Armbreite aber würde sich dieses Gerät viel zu früh flachlegen. Durch Biegen wie beim MTA läßt sich das hier nicht ausgleichen (starke negative Biegung führt meist zum Absturz). Wir machen dagegen Arm 1 breiter oder schwerer (Gewicht).
 
Die Auswirkungen im Überblick
1) Arm 1 länger -> Langer Hover, spätes Flachlegen.
2) Arm 2 länger -> Kurzer Hover, frühes Flachlegen.
3) Arm 1 breiter/schwerer-> Spätes Flachlegen.
4) Arm 2 breiter/schwerer-> Frühes Flachlegen.
Übrigens wirkt ein 'Verbiegen' der Arm wie eine Änderung der Länge.
Nach außen = Verlängerung
Nach innen = Verkürzung.
 
Beispiel:
Wie gehen wir nun vor (Beispiel: Fast-Catch)?
Nehmt eine Ausgangeform die Euch sympathisch ist und die in Größe und Gewicht geeignet scheint. Ich empfehle Ellenbogenwinkel um die 60 Grad, gerade Arm oder Omega-Formen. Arm 2 wird ca. 1-2cm verlängert und so schmal wie möglich gehalten (je nach Länge etwa 2,5-3cm). Um ihn besser 'im griff' zu haben, spendieren wir ihm eine Verbreiterung am Armende auf etwa 3,5-4cm.
Dann verkürzen wir Arm 1 um etwa 1 bis 2cm und machen ihn gleichzeitig breiter (ich empfehle ca. die 1,5-fache Breite von Arm2, schmaler machen kann man ihn immer noch!).
Nun haben wir einen Rohling, der schon von der Form her den Zweck (Fast-Catch) unterstützt. Bei der Bearbeitung kann man ganz nach Volkers Artikel vorgehen.
 
Für alle Fälle hier noch zwei Arbeitshilfen zur Fehlerkorrektur:
 

 
   
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