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Buchbesprechungen
 
Neu erschienen: Beat Aepli "Bumerang, Bausteine für das Werken", 128 Seiten, Preis: DM 48.- , Verlag des SVHS (Schweizerischer Verein für Handarbeit und Schulreform), Sekretariat: Erzenbergstr. 54, CH-4410 Liestal, ISBN-3-908236-01-0. (Eine ausführliche Besprechung findet man im DBC-Info Nr.27).
 
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Clara B. Wilpert "Der Flug des Bumerangs - 40000 Jahre Australien", Christians-Verlag Hamburg, 180 Seiten, DM 14,80.
 
Das Buch ist eine Ergänzung zu den Ausstellungen, die unter dem gleichen Titel in Bremen und Hamburg stattgefunden haben und die noch bis Februar in Köln zu sehen sein wird (siehe B.W. III/88) .
 
Vom Bumerang direkt ist nur bei C.B. Wilpert (S.37) und in dem Beitrag von W. Bretfeld (S.166-177) die Rede. Titelfoto und Rückseite zeigen ein Jagdbild im Röntgenstil, auf Rinde gemalt, bzw. zwei australische Bumerangs.
 
Schon im Vorwort wird der Leser eingestimmt auf die kritische Frage nach der Berechtigung/ Nichtberechtigung eines 200 Jahre Besetzungs-(Besatzungs?)-Jubiläums, eine Frage, die in den folgenden Beiträgen aus jeweils wechselnder Perspektive mit kritischem Abstand gestellt und vor unterschiedlichen Sachgebieten beantwortet wird.
 
So stellt C.B. Wilpert ("Die verlorene Welt der ersten Australier", S.8 - 65) nach einer Beschreibung des Lebensraumes Australien und seiner Vorgeschichte die vorgefundenen Wirtschaftsformen, Arten des Stammeslebens. die Bedeutung des mythischen Weltbildes dar. Besonders bedeutsam scheint mir die Tatsache, daß der einzige Besitznachweis für ein Territorium die Stammesgeschichte und die mit ihr verbundene künstlerisch-religiöse "Bezeichnung" bestimmter "Grenzen" darstellt. Dadurch wurde eben die Angst vor Fremden begründet, für die diese Art von Besitznachweis unbekannt war.
 
Vor dem Hintergrund des Welpert'schen Beitrages wird um so leichter verständlich, was Dieter Heintze ("Die Weißen kommen und bleiben", S.66 - 104) versucht: "Ein schiefes Geschichtsbild geradezustellen, eine Revision der Klischees in den Köpfen der Weißen zu erreichen." Niederschmetternd die Fakten, die er nach aufschlußreicher Erörterung von Rechtsfragen - unter der Überschrift "Abläufe und Maßnahmen" mitteilt.
 
In Gisela Völges' Aufsatz ("Vom Aussterben der Tasmanier", S.105 - 126), dessen letzter Absatz mit "Zu Tode befriedet" überschrieben ist, findet man schon auf den ersten Seiten den Satz: "Die Tasmanier gingen nicht auf unerklärliche Weise durch den Kontakt mit einer überlegenen fremden Kultur zugrunde, sondern sie wurden mit Waffengewalt ausgerottet."
 
Herb Smith hat sein Bumerang-Buch gewidmet "dem australischen Aborigine, welcher der Welt ein so einzigartiges und faszinierendes Wurtgerät geschenkt hat." Unsere Buchbesprechung möchte dazu anregen, daß Bumerang-Freunde in aller Welt bereit werden, zur Kenntnis zu nehmen oder sich zu erinnern, was den Aborigines angetan worden ist. (wb)
 
(Bestellung zum Buchhandelspreis incl. Porto durch Postkarte an W. Bretfeld, Postf. 3230, 2000 Norderstedt. Kein Geld/Scheck vorauszahlen. Zahlkarte liegt der Sendung bei).
 
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Außerdem lieferbar: B. Ruhe / E. Darnell "Boomerang", ein schließlich Darnell Kunststoff-Wizard, solange der Vorrat reicht. Preis: DM 30.- incl. Porto. Bestellung ebenfalls per Postkarte bei Wilhelm.

 
   
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