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"Halber Schlag" - Ein völlig unmöglicher Bumerang
 
Hallo Bumerang-Tüftler!
 
Alle die, die glauben der 2-armige Bumerang habe bereits alle möglichen und unmöglichen Formen durchlebt, werden sich sicher beim Anblick meiner 'Verbiegung' die Haare raufen. Bei allen mir bekannten Veröffentlichungen zum Thema Bumerang ist mir bisher keine ähnliche Form untergekommen. (Mir bekannt ist die Doppeldecker-Form.) Deshalb möchte ich an dieser Stelle die Chance nutzen, diese reizvolle Form zu "verallgemeinern".
 
Auf der Suche nach einer wirklich neuen Konstruktion kam ich irgendwie zu der Überlegung, die beiden Arme eines Bumerangs sich überlappen zu lassen. Etwa so:
 
So weit, so gut. Aber wie verwirklichen? Denn dies ist aus herkömmlichen Holzplatten nicht unmittelbar realisierbar. Mir kam die Fertigung im Längslaminat oder aus einem Holzklotz in den Sinn, aber ich bin auch nur ein Mensch. Also: Den Bumerang aus mindestens drei Teilen gestaffelt zusammenleimen (sonst kein Spalt zwischen den Armen, Erklärung später).
 
Hier kommen alte Holzreste voll zur Geltung. Jetzt "nur" noch eine flugtaugliche Form finden! So (hier fehlt leider ein Bild, Anm. gb) ging es nicht, ständiges Abdrehen nach links, auch bei stärkster Bevelung. Macht nichts, neues Holz bringt neues Glück. Schlaufe kleiner und Arme länger, etwa so:
 
und siehe da, leichter Bevel unter beide Arme brachten meinen "halben Schlag" auf den Punkt zurück.
 
Bei meinem Modell überlappt der rechte Arm den linken, was im Ellenbogen einem Bevel gleichkommt (Spirale). Deshalb fliegt er auch nur etwa 20 Meter bei 85g Gewicht. Wer Spaß hat und ihn nachbauen will, kann natürlich auch rechts über links bauen, ob er dann aber noch zurück kommt (ich glaube nicht), wissen bisher allein Schneewittchen und die sieben Zwerge (wußte gar nicht, daß das Bumerangspezialisten sind! gb)
 
Wenn es mich wieder packt, werde ich sicher auch dieser Frage auf den Grund gehen. Mir kommen aber auch etliche andere Baupläne in den Sinn, denen diese Idee zugrunde liegt. Also bastelt bis die Teilen qualmen. Das gute ist wie gesagt die Verwertung alter Holzreste, d. h. der Wahnsinns-Bumerang zum (fast) Null-Tarif.
 
Tip zum Bau: Vor dem Zusammenleimen der Teile schon grob schleifen, sowohl die Spirale (Ellenbogen) als auch den unteren Flügel. (Aber nicht zuviel, sonst sind die zu verleimenden Flächen auch ungeschliffen. Deshalb vorher genau mit Bleistift markieren.) Höhenunterschied zwischen den Armen mindestens 1 cm, sonst schlagen sie hörbar beim Abwurf gegeneinander.
Wenn schon jemand Erfahrungen mit solchen Formen gemacht hat, kann er mir natürlich gerne schreiben.
 
Zum guten Schluß fallen mir spontan noch viele offene Fragen ein, die bestimmt bei einigen wieder heiße Diskussionen auslösen werden (bei mir aber nicht!): Wie groß ist denn nun der Ellbogenwinkel? Welcher ist der erste bzw. zweite Arm? Oder ist es gar ein Dreiflügler? Eigentlich müßte man solche Bumerangs glatt verbie ... ?l (Seit der letzten JHV nicht mehr! Außerdem wird ja wohl niemand mit so einem Teil in den Wettkampf ziehen, oder? -gb-)
 
Nun aber ans Eingemachte:
 
Technische Daten vom 'Halben Schlag'
· Material 5 mm 10Schicht Birke
· Spannweite 31 cm
· Flügelbreite 3,5 cm
· Ellenbogenwinkel 86º
· Profil Normal + 1 cm tiefe Bevels an beiden Armen
 
Flugdaten: Hohe Flugbahn, Reichw. ca. 20 m mit Hover zum Schluß.
 
Warnung: Völlig wettkampfungeeignet! Fliegt stinknormal!
 
Also macht's gut und selbstverständlich MHR
 
Bernd Kurkofka
Gerade Straße 17
2100 Hamburg 90


Bauplan

 
   
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