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Wir trafen uns mit Bumerang-Freunden in der DDR
 
Michael Janke hatte wirklich an alles gedacht, auch an ein Treffen in Ostberlin. Als wir am Montag, 7. August, am späten Vormittag in Pankow am Wurfplatz eintrafen, gab es ein großes Begrüßungs-Hallo und zünftige Bewirtung: Weintrauben, Melonen, Würstchen, Getränke. Frisch gestärkt ist halb gelungen; aber eben nur halb.
Kaum schwirrten die ersten Hölzer über den Platz, bekamen wir auch schon Besuch, allerdings nicht von interessierten Zuschauern, sondern von der Volkspolizei, die uns darauf aufmerksam machte, daß wir an einer unangemeldeten Veranstaltung beteiligt seien und die Wiese zu räumen hätten. Wir hatten gerade begonnen, uns werfend gegenseitig vorzustellen. Und wie schwierig es ist, einen Platz von Bumerang werfenden Freaks zu räumen, weiß jeder von uns. Ich kann nur allen Beteiligten danken, daß sie so vernünftig waren, aufzuhören und sich auf den gemeinsamen Weg zu einem in der Nähe wohnenden Freund zu machen, der übrigens eigens für uns seinen Urlaub an der Ostsee unterbrochen hatte und der nun seine Wohnung für die etwa 35(!) Gäste aus Ost und West zur Verfügung stellte: gastfrei, Essen und Trinken wiederum zum Verwöhnen, die Gäste sitzend, stehend, liegend.
So holten wir verbal nach, was wir draußen nicht geworfen hatten. Diejenigen, die schon miteinander korrespondiert hatten, freuten sich auf ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht, einige hatten ein fröhliches Wiedersehen.
Die Schwedter Gruppe hatte eigens für uns eine kleine Ausstellung zusammengestellt, aus der wir das Entstehen der Gruppe sowie einige wichtige Ereignisse rekonstruieren konnten.
 
Reich beschenkt (mit Bumerangs und Australienbüchern) verabschiedeten wir uns nach Stunden der Gespräche, nicht ohne unsere Adressen auszutauschen. Das Gegengeschenk der Bumerang Welt: ab IV/89 je ein Dauer-Abonnement. Wir hoffen auf das Einverständnis unserer Leser - öffnen wir doch auf diese Weise auch ein Tor: Das Tor zur internationalen Welt der Bumerangs. Außerdem werden wir gelegentlich Beiträge von unseren Freunden dort veröffentlichen.' Ich könnte mir vorstellen, daß ein zweiter Besuch - von sehr langer Hand vorbereitet - auch zu einem gemeinsamen Werfen führt.
Noch einmal vielen Dank für alle Mühe und eine Begegnung, die alle, die dabei waren, so schnell nicht vergessen werden!
 
(wb)
 
1. Lübecker Weitwurf-Tag
 
... fand (organisiert von Volker Behrens) am 30. September auf dem Lübecker Flugplatz statt. Das Wetter war fast ideal, nur der Wind war etwas böig. Die ersten Plätze belegten:
1. Volker Behrens (119m)
2. Gerhard Bertling (110,6m)
3. Fridolin Frost (110,4m)
Schade, daß so viele angemeldete Werfer kurzfristig absagten oder einfach gar nicht gekommen sind.
 
2. Harzer Drachenfest in Goslar
 
Die ersten Früchte der PR -Arbeit, 1 Michael Janke für die DM in Berlin geleistet hatte, zeigten sich noch während der Vorbereitungen zur . Meisterschaft. Ein großes Goslaer Geldinstitut rief bei Michael an und wollte 5 Bumerangwerfer zum Schauwerten beim 2. Harzer Drachenfest (von selbigem Geldinstitut veranstaltet) engagieren. Kost und Logis frei, dazu ein ansehnliches Sümmchen auf die Hand - so lautete das Angebot.
 
Am 17.09.89 war es dann so weit. Leider sagten 2 Werfer kurzfristig ab, doch wir fanden schnell Ersatz. Peter Grehl aus Wolfenbüttel war sofort bereit, einzuspringen. Zusammen mit Fridolin Frost, Torsten Fredrich und Thomas Hartmann wurde die Sache zu einem großen Publikumserfolg. Vormittags blies der Wind noch mit Stärke 6 - die Drachenleute waren in ihrem Element. Doch am Nachmittag wurde es fast windstill und wir kamen zum Zuge. Neben Vorführungen der einzelnen Disziplinen zeigte Thomas seinen Tell-Wurf, Michael eine Variante desselben mit einer Konstruktion Riesenluftballon-Sturzhelm auf dem Kopf und Nadeln am Bumerang. Suicide war nach dem dritten(!) Footcatch immer noch nicht zwischen Torsten und Fridolin entschieden. Den Preis (eine Reise nach Berlin) bekamen sie daher beide.
 
In Zukunft werden Bumerang-Vorführungen zu einem festen Bestandteil bei allen größeren Drachenfesten werden und sicher weiter zur Popularität unserer Sportart beitragen.
 
(gb)

 
   
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