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Stephen Lee Thomas
Blei verdeckt anbringen

(mit frdl. Genehmigung aus BBS-Newsletter 2/89, S. 2/3)
 
Seit ich begonnen habe, Bumerangs aus verschiedenen Arten von Hartholz herzustellen, habe ich unterschiedliche Möglichkeiten erprobt, Gewichte anzubringen. Ich wollte das Blei nicht wie üblich in die Flügel einsenken, weil auf diese Weise die Holzoberfläche, insbesondere am Ellenbogen, zerstört wird.


1. Zuerst versuchte ich, flache Bleistreifen in Sägeschnitte an den Flügelenden einzubringen. Obgleich ich diese Methode noch teilweise anwende, finde ich es nachteilig, daß das Flügelende doch sehr beschädigt wird; außerdem sieht es nicht elegant genug aus.


2. Ich probierte eine zweite Methode aus und bohrte 2 - 3 mm starke Löcher in eine Tiefe von 2 cm und mehr in die Stirnkanten der Flügelenden. Dahinein schob ich durch Hammern verformte Bleiröllchen und schloß die Löcher mit Knetholz.
 
Diese Methode zum Trimmen bzw. zur Vergrößerung des Wurfkreises benutze ich jetzt. Sie hat folgende Vorteile:
a. Das Ergebnis ist fast unsichtbar
b. Es gibt kaum Veränderungen oder gar Verunstaltungen der Flügelenden
c. Das Holz ist nirgends entscheidend geschwächt
d. Das Gewicht kann sogar noch angebracht wer den, wenn schon erste Verzierungen angebracht worden sind. Allerdings ist eine gewisse Vorsicht beim Bohren nötig; aber mit einiger Übung erreicht man perfekte Ergebnisse.
 
(Übersetzung: wb)
 
Ergänzung: Das habe ich auch so erprobt, nur: wenn man dann das Profil anschleift und dabei das Ende abflacht, kommt das Blei doch wieder zum Vorschein.


3. Deshalb habe ich - angeregt durch Stephens Vorschläge - ein drittes Verfahren erprobt, mit dessen Ergebnis ich recht zufrieden bin. Ich führe den Sägeschnitt im unteren Drittel der Flügelstärke 4-6 cm weit in das Flügelinnere. Den Schnittspalt arbeite ich mit einer Schlüsselfeile nach. Nun lege ich das Bleistück ein, näher zur Vorderkante. Den verbleibenden Freiraum leime ich mit drei 1 mm Sperrholzstreifen ab. Nach dem Trocknen kann ich die überstehenden Sperrholz-Enden bündig abschleifen.
Wenn ich nun während der Formung von Profil und Flügelende vorsichtig arbeite, bleibt das Blei verdeckt.
 
(wb)
 
Noch 'ne Ergänzung: Die genannten Vorschläge sind ja sehr pfiffig um das Blei zu verstecken - aber: Bei Wettkampf-Bumerangs ist es eh egal, wie sie aussehen; das Blei kann also je nach Bedarf aufgeklebt werden. Bei schönen Bumerangs verwende ich Messing statt Blei. Messing gibt's in Stangen (z.B. l cm Durchmesser) zu kaufen. Einfach die gewünschte Materialstärke abschneiden, in das Bohrloch einkleben, glattschleifen - fertig! Bringt man mit 300er Schleifpapier einen riefenlosen Spiegel auf die Oberfläche des Gewichtes, unterstreicht es das 'noble' Aussehen des Holz-Edelstückes sogar. Weitere Vorteile: Messing schmiert nicht so wie Blei und ist wesentlich umweltfreundlicher!
 
(gb)

 
   
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