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Europameisterschaft in Evry - Weltrekord im MTA 100
 
Olivier hatte gerufen und 51 kamen. Sieben Nationen waren angetreten. Die DBC-Mitglieder im gelben T-Shirt waren zahlenmäßig und was die Leistung betraf bestens vertreten. Durch die Erfahrung aus dem Team Cup '88, der ja auf dem selben Gelände stattfand, hatte Olivier die Organisation fest im Griff. Es fehlte an nichts. Unterkunft (zum Teil für mitreisende Partner), Verpflegung, Transport, PR, Spielfeld, Computer, Zuschauer, Verkaufs- und Workshopstand, Jazz Band live, Kommunikation, sogar das Wetter - alles vorzüglich.
Kritisch bleibt zu erwähnen, daß die Kampfrichter bisweilen un-
 
sicher urteilten. Dieses Phänomen wurde durch die Fairness der Teilnehmer weitgehend ausgeglichen. In letzter Minute bannte man die Dreiflügler im Hammelsprungverfahren. Das Votum hatte aber auch etwas mit Fairness den betroffenen Nationen gegenüber zu tun.
Die Wettkämpfe begannen mit dem Weitwurf, der jedoch nicht in die Gesamtwertung aufgenommen wurde. Volker Behrens unterstrich mit einem Europarekord unter Wettkampfbedingungen von 117m unangefochten sein Leistungsvermögen.
 
Bei sechs Disziplinen für die Gesamtwertung und einer breiten Spitze mußte ein künftiger Europameister schon sattelfest und nervenstark bleiben. Fridolin Frost mit drei(!) Einzelsiegen, zwei 7. und einem 9. Platz erfüllte diese Bedingungen hervorragend. Mit einem beherzten Sprungfang am 100m-Kreis schraubte er die Weltbestmarke im MTA100 auf sagenhafte 84,67 sec. Donnerwetter! So konnte sich Udo Wenning nur kurz über seinen ebenfalls phantastischen Weitrekord aus Genf freuen. Das größte Problem des frischgebackenen Europameisters bestand im Transportieren der Pokalsammlung.
(em)