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Baupläne unserer Leser
 
Auf dieser und den folgenden Seiten bringen wir verschiedene Baupläne, die von unseren Lesern eingeschickt wurden. Neben bewährten Modellen sind vor allem kuriose Formen (wie etwa der BATRANG) vertreten.
An dieser Stelle noch einmal der Hinweis: Maßstab 1:v2 bedeutet, daß das Vergrößern von DIN A4 auf DIN A3 die Originalgröße ergibt, Maßstab 1:2, daß 2 mal vergrößert werden muß.
 
Gerhard Kaltenegger
Mein Lieblingsbumerang

 
Wilhelm Bretfeld hat mich kürzlich gebeten, meinen Lieblingsbumerang vorzustellen. Kein Problem!? Oh doch! Weil - wie bekannt - natürlich die Qual hat, wer die Wahl hat. Und die habe ich nach langjähriger Bautätigkeit hinreichend (die Zahl meiner Bumerangs sei mit Rücksicht auf meine Familie, die ohnehin zum Kopfschütteln neigt, verschwiegen).
 
Die Mehrzahl der Bumerangs scheidet bei solchen Auswahlüberlegungen problemlos aus. Übrig bleibt aber immer noch ein Körbchen voller "Teile" (so heißen Bumerangs wohl neuerdings unter Fachleuten), an denen das Herz hängt. Und da wird es nun schwierig:
 
Nehme ich ein Modell der frühen Jahre, dick und klobig, das hunderte von Sichelwürfen relativ unbeschädigt überstanden hat? (Wer konnte einem damals schon zeigen, wie man´s rictig macht?) Nehme ich eine Eigenentwicklung wie die "Eule", die mir so gut gefällt, beim "schönsten Bumerang" aber bisher nur unter "ferner liefen" anzutreffen war? Oder nehme ich irgend einen der zum Experimentieren gebauten verrückten Flieger, von denen wohljeder, der sich unserem schönen Hobby verschrieben hat, ein paar herumzuliegen hat? Die Aufmerksamkeit der Fachleute wäre mir sicher (es könnte ja etwas völlig Neues dabei sein.)
 
Nachdem ich mein "Schatzkörbchen" dreimal durchgeblättert habe, bleibt mir ein Bumerang in der Hand, an den ich eigentlich von Anfang an gedacht hatte: ein verhältnismäßig großer Omega, der vor Jahren unter für mich besonders schwierigen Umständen entstanden ist. Er ist aus 5mm Birke (10-fach) gebaut, mit Normalprofil, und von unten her nur wenig bearbeitet. Im Ellenbogenbereich ist eine zusätzliche Schicht 1mm-Sperrholz aufgeleimt. Darunter verbirgt sich etwas Blei, wieviel weiß ich nicht mehr. An den Flügelenden sind jeweils zwei Löcher (Durchmesser 12mm) zur Aufnahme von weiteren Gewichten gebohrt. Die Bohrungen gehen nicht ganz durch. Je ein Loch ist mit Blei gefüllt und mit einem passenden Sperrholzplättchen abgedeckt. Die beiden anderen fülle ich je nach Windstärke oder Tagesform zusätzlich mit Blei und klebe die Löcher mit Isolierband ab. Grundsatz: Mehr Wind - mehr Blei.
 
Der Bumerang ist goldgelb gebeizt und mit schwarzen Kreisen um den Schwerpunkt bemalt. Er fliegt etwa 40m weit, zieht bei der Rückkehr in leichtem Steigflug an mir vorbei und sinkt dann von hinten verhältnismäßig steil herunter. Für´s Fangen empfinde ich dieses Flugverhalten als vorteilhaft. Ich benutze ihn sehr oft; hauptsächlich zum eigenen Vergnügen, manchmal auch zum Vorführen (Erfolgserlebnis! Ihr kennt das ja!).
 
Gelegentlich läßt er mich im Stich und kommt ganz woanders herunter, als ich es von ihm erwarte. Leider sucht er sich für solche Ausrutscher vornehmlich Wettspiele aus! Und dann kommen mir manchmal Zweifel, ob er tatsächlich mein Lieblingsbumerang ist.
 

Anschrift des Autors:
Breslauer Str. 20
5309 Meckenheim



Bauplan

 
   
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