Editorial
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Bumerangs sammeln
Michael Hanson aus Schottland, Autor des sehr frühen Bumerang-Buches "The Boomerang Book", 1974, zur Zeit einen Lehrauftrag in den USA wahrnehmend, besuchte vor kurzem Ted Bailey in Cincinnati. U.a. hat er auch dessen Bumerangsammlung kennengelermt und darüber berichtet (BBSN; Herbst 89). Die Redaktion der BW war beeindruckt von den Schätzen, über die Mick berichtete. Sie hat den Bericht übernommen, nicht, damit wir alle Ted in die Tasche gucken, sondern weil vielleicht zwei Anregungen damit verbunden werden können: Wer selbst den Bumerang-Sport nicht mehr so intensiv ausübt, entdeckt vielleicht im Sammeln ein schönes Betätigungsfeld, und: Wer selbst nicht sammelt, aber Sammlerstücke besitzt (was immer das ist), kennt nun mindestens einen Abnehmer. "Ted bewahrt alle Bumerangs in Kästen und Kisten auf (Australien, USA, Europa, Technik, Kunst usw.). Außerdem hat er eine große Lattenkiste voller Aboriginal-Bumerangs, Keulen, Schilde usw... Die Wurfstöcke haben mich besonders interessiert, etwa die von Hopi und Zulus. Weiterhin hat er Kylies und ein schönes Lil-Lil . Im Ganzen eine höchst eindrucksvolle Sammlung - den Sammlungen von Museen ebenbürtig.

Auch seine Sammlung moderner Bumerangs ist riesig. Bumerangs aus jeder Gegend der Welt. Einige fand ich geradezu hinreißend, z.B.:
1. Bumerangs furniert, mit Einlegearbeiten versehen, mit sehr schönen Mustern von so hervorragenden Herstellern wie Uwe Hast, Gerhard Bertling, Thomas Hartmann, Volker Behrens und Leni Barker. Viele Arbeitsstunden, wenn nicht -tage stecken in jedem Stück.
2. Eine ganze Kiste voller Al Gerhards Bumerangs, schön laminiert in dem unnachahmlichen Al Gerhards-Stil. Ich besitze zwei Stücke von Al Gerhards in meiner eigenen Sammlung, sie waren immer meine liebsten Stücke.
3. Einige original Frank Donellans aus Walknochen, aber eindeutig aus Walknochen und nicht billigem Plastic. Ein großer schwarzer war darunter, mit dem Frank vor Journalisten einen 150 yds entfernten Baum umworfen hatte , was damals zum Weltrekord erklärt wurde.
4. Einige original Janetskis ( z.B. "Lucky devil" mit phantastisch schönen Dekorationen in Janetski-Norm.
5. Einige echte "Brist"-Bumerangs aus der Zeit 1902 - 1915. Sie sind noch in den original Wurfanleitungen verpackt, noch völlig unberührt. Dazu besitzt Ted ein Originalnetz, mit dem die Brists gefangen wurden. Diese Bumerangs hatten schon damals Bleigewichte an den Flügelenden und Undercut an der Vorderkante.
6. Weiterhin besitzt Ted einige Stücke von Bill Mc Govern, die er besonders liebt. Es gäbe noch viel viel mehr aufzuzählen...
 Übers.: wb
 
Sammlertips
... Hinweise für die Beurteilung (angeblicher) Antiquitäten.

Wirklich alte australische Bumerangs sind meist sehr dunkel (das Holz ist durch den Alterungsprozeß fast schwarz). Die Oberfläche hat einen matten Fettglanz und zeigt keine Spuren moderner Werkzeuge (Feile, Schleifpapier). Farbige Bemalung kennzeichnet meist Stücke jüngeren Datums.
Am häufigsten trifft man auf den zentralaustralischen (fluted) [3] und den Kimberley- [2] Bumerang. Sie werden noch heute (meist aus rötlich braunem Mulga) hergestellt. Seltener ist der gewöhnliche (ordinary) [1] Bumerang. Am seltensten findet man den Haken- (swan-necked o. hooked) [4], Queensland- [5] und Lil-Lil [6] Bumerang.
Preise um $200 sind unter Sammlern für alte Bumerangs durchaus üblich. Wer Glück hat findet vielleicht ein schönes Stück auf einem Flohmarkt.
gb
Quellen:
Hanns Peter, "Wesen und Bedeutung des Bumerangs"
Ted Bailey, "Aboriginal Boomerangs", in Many Happy Returns, Spring 1990

 
   
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