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Axel Heckner
Looping

 
"Haben Sie auch schon Looping geworfen?" fragte mich ein kleiner Junge (er hatte). Hoppla, dachte ich, das geht? Das nächstemal auf der Wiese nahm ich einen großen Dreiflügler mit Loch und sichelte ihn waagerecht weg. Er flog einen Halbkreis nach oben, lag dort gewissermaßen auf dem Rücken, blieb so und vollführte schwach rotierend eine "Hubschrauberlandung".
 
Mit ein paar Korrekturen von Wurfstärke und Richtung zum Wind gelang mir bald ein Fingerfang, später auch eine Punktlandung. Ein großer Vierflügler mit Loch flog ähnlich. Mehrflügler ohne Loch durchliefen jedoch seltsame Raumkurven und landeten oft weit entfernt.
 
Das ganze macht natürlich einen Riesenspaß!


Ein anderes Mal baute ich mir einen kleinen Dreiflügler mit versetzten Flügeln und Loch und viel Profil; Flugweite ca. 12m. Einmal kräftig weggeworfen - und er stak im Boden.
 
Hartmut Steeb gelang der erste komplette Looping, indem er den Abwurfwinkel etwas aus der Waagerechten neigte. Anschließend stieg der Bumerang noch 2-4m hoch und fiel gerade so wieder zurück. Mit einem noch dünneren und kürzer fliegenden Dreiflügler gelang es mir ein einziges Mal, eine kurze Schwebephase danach zu erwirken und ihn zu fangen. Da wird es allerdings dann zeitlich etwas eng, denn der Bumerang ist praktisch unmittelbar nach dem Abwurf wieder da.
 
Für den "normalen" Halblooping mit anschließendem Fang empfehle ich zusätzlich dreiflüglerähnliche schnelle Bumerangs unter 25m Flugweite, wenig Wind, viel Rotation und Horizontalwinkel 0 Grad. Der Gedanke an eine Verwendung im Wettkampf hat natürlich seinen Reiz. Die Weitenmessung dürfte jedoch mit Schwierigkeiten verbunden sein.
 
Axel Heckner
Wilsonstr.1
6300 Gießen



August Macke "Frau vor dem Hutladen", 1939

 
   
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