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Gordon Shuttleworth
 
Weitwurftechnik

 
(Aus "The Leading Edge" Nr. 1/90)
 
Wenn man beginnt, Weitwurf-Bumerangs zu werfen, sollte man wissen, daß man eine neue Wurftechnik lernen muß, die sich völlig vom Fast Catch und MTA unterscheidet. Ohne auf die aerodynamischen und kreiselmechanischen Fragen einzugehen, möchte ich versuchen, zukünftigen Weitwerfern einige Hinweise zu geben, die ihnen auf der Wiese helfen könnten.
 
Wenn ein Weitwurfbumerang mit den nötigen Gewichten versehen worden ist, fliegt er nicht allein schon deshalb gut, besonders, wenn er in der gleichen Art wie ein normaler Bumerang geworfen wird. Viele Anfänger vergessen das und geben für ihre Fehlwürfe oft dem Bumerang die Schuld. Der Weitwurfbumerang muß mit großem Neigungswinkel abgeworfen werden. Die genaue Größe dieses Winkels variiert natürlich von Gerät zu Gerät, aber die meisten Weitwurfmodelle, die ich selbstgebaut und andere, die ich mir angeschafft habe, benötigen ein Layover von 45-60º (nach rechts von der Vertikalen abweichend). Das mag vielen als ein sehr großer Neigungswinkel erscheinen, aber ich halte ihn für unbedingt erforderlich, wenn man wirklich weit werfen will.
 
Wenn ein Werfer in die Welt des Weitwerfens einsteigt, wird er sehr bald merken, daß die Flugbahn eines Weitwurfbumerangs anders aussieht als die eines Normalbumerangs. Ich würde sie als langgestreckte Acht beschreiben wollen (siehe Abb.).
 
Der Bumerang wird mit höchster Kraft in einem leicht nach unten(!) gerichteten Winkel (2-3º) abgeworfen. Diese leichte Richtung nach unten - in Verbindung mit dem richtigen Layover - bringt den Bumerang auf die für eine vollständige Acht erforderliche Höhe.
 
Natürlich muß man auch an andere Dinge denken: Windrichtung und Windstärke. Noch einmal: Abwärtswinkel und Luvwinkel variieren je nach Bumerang. Das muß jeweils vom Werfer herausgearbeitet werden, während er die Tagesbedingungen erprobt.
 
Auch zur Windstärke muß etwas gesagt werden. Sie wächst erheblich mit zunehmender Höhe. Wenn am Boden 2 Windstärken herrschen, können es durchaus in 7 m Höhe schon 3, in 14 m Höhe bereits 4 Windstärken sein. Es ist sehr wichtig, die Steigerung der Windgeschwindigkeit mit zunehmender Höhe zu beachten. Eine kurze Reflexion über den Geschwindigkeits-Steigerungs-Gradienten wird helfen, den besten Luvwinkel herauszufinden.
 
Natürlich: Die beste Art zu lernen ist es, mit einem erfahrenen Werfer aufs Feld zu gehen. Aber wenn man allein ist, hilft nur üben, üben und nochmals üben.
 
Gordon Shuttleworth
47, Highbury Terrace
Leeds LS6 4ET
ENGLAND

 
(Übersetzung: wb)

 
   
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