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Boomerang
 
Jean-Luc Porquet und Dominique Poullet

 
Editions Hoebecke, Paris 1987, 137 Seiten
 
Kann jemand, der sich seit 10 Jahren mit dem Bumerangsport befaßt, aus einem 1987 erschienenen Buch noch wesentliche Anregungen empfangen? Er kann, oder genauer gesagt: Ich konnte. Hatte mich zunächst die allzu üppige Ausstattung bedenklich gestimmt (aufwendige Zwischentitel, Großdruck, wenig Text auf vielen Seiten), so zeigte sich bald, wie gerade dadurch Freude über Neues aufkam: Allein der einleitende historische Teil enthält 21 Abb./Fotos, darunter eine Zwölferserie von der Herstellung eines Bumerangs durch einen Aborigine in etwa 2 Stunden. Einige Fotos/Abb. habe ich zum erstenmal gesehen. Das Bumerang-Album zeigt (besonders schön angeordnet) 33 Geräte. "Er im Kreise seiner Lieben", d.h. der Bumerangwerfer inmitten seiner auf der Wiese ausgebreiteten Stücke, ist gleich für eine ganze Manschaft zusammengestellt. Die Grafiken zu den Wurfregeln sind besonders ausführlich und zeigen den Wurfvorgang sehr genau. (Sogar den Linkshändern wurden zwei Extra-Seiten gewidmet). Die Antwort auf die Frage "Warum...?" wurde kurz, aber überzeugend dargestellt. Der Abschnitt über die Entwicklung in der Gegenwart ist mit meisterlich schönen Fotos angereichert, wobei für eine engere Auswahl für mich die von Chet Snouffer (3) und Eric Darnell miteinander wetteifern.
 
Fangtechniken und Wettbewerbsregeln, Bauhinweise, 6 Baupläne, Club-Anschriften, eine Rekordliste und eine allerdings sehr knapp gehaltene Bibliographie beschließen diesen "guide complet", dessen in diesem Untertitel angemeldeter Anspruch das Buch durchaus erfüllt.
 
Und weil es in französisch geschrieben ist: Da könnte ich durchaus alle potentiellen Leser, die noch ein wenig französisch erinnern, ermutigen: Es war für mich recht positiv, ein Buch in einer fremden Sprache zu lesen, dessen Sachinhalt mir bekannt ist. Schneller kann man eine Sprache gar nicht lernen.
 
wb