Editorial
Triton
Windbumerangs
Fangtechnik
Weitwurftechnik
Shuttleworth LD
Post aus Australien
Dietrich Evers
Ikarus
Buch: Boomerang
Presseschau
Ergebnisse 1990
Am Rande des Feldes
Werkstatt-Tip
 
Zurueck   Back
Presseschau
 
Aus "Many Happy Returns", Sommer 1990
 
Wettbewerb "Schönster Bumerang": Während der USBA-Nationals in St. Louis wurde dieser Wettbewerb m.E. sinnvoller angesetzt, als ich bisher wußte. Denn immer blieb für mich unbefriedigend, daß die Beurteilungskriterien nicht differenziert waren. Die angewandte Bewertung wurde gegliedert nach:
 
1. Handwerkliches Können
2. Dekoration
3. Form-Entwurf
4. Technische Besonderheiten
 
Ich werde mich bemühen, diese Anregung für die Veranstaltungen der kommenden Saison aufzunehmen und umzusetzen.
 
In der "Presidents Column" fand ich interessante Gedanken von der augenblicklich amtierenden Präsidentin, Betsylew Miale: Sie regt -zur Verbreitung des Bumerangsports - einen jährlich wiederkehrenden "Wurftag des Jahres" an, an dem mit allerlei Veranstaltungen (nicht Wettkämpfen) Bumerangsportler an die Öffentlichkeit treten können. Nachdrücklich verteidigt sie das Vertrauen in die Ehrlichkeit von Schiedsrichtern und Wettkämpfern gegen Versuche von Überreglementierung und Perfektionierung bei der Anwendung von Regeln. Ja, in diesem Grundvertrauen untereinander sieht sie geradezu die Einzigartigkeit des Bumerang-Sports. Um unseren Sport zu preisen, erwähnt sie eine weitere Tatsache: Daß nämlich Väter und Söhne, Onkel und Neffen, Ehemänner und ihre Frauen miteinander Wettkampf-Erfahrung sammeln können. Ein ermutigender, ja schöner Text, genau in die Richtung zielend, die menschliche Nähe und gegenseitiges Vertrauen bestärkt.
 
Gedenken an Thomas Hartmann: Während der USBA-Nationals gedachten unsere Freunde Thomas Hartmann in einem "bewegenden Werfen mit Dreiecksbumerangs, die sein Spezialität waren."


"Boomerang Bulletin", Nr. 67, July 1990
 
Bemerkenswert fand ich die Anregung zur Ausschreibung von dezentralen Wettbewerben (Stay were you are Competition): "Der Wettkampf läuft auf der Grundlage der BAA-Regeln über 10 Wochen, beginnend am 1. Juli 1990. Der Kampfplatz ist euer örtliches Bumerang-Wurffeld. Man trifft sich mit einigen Bumerang-Freunden aus dem Club und verabredet die Wettkämpfe. Dann werden die Ergebnisse eingesandt (bis zum 30. September). Sie werden veröffentlicht und mit Preisen ausgezeichnet. Das bringt euch also auch noch Bekanntheit und Berühmtheit ein. Die fünf besten Ergebnisse werden gewertet aus: 2 Runden Fast Catch, 1 Min. Begrenzung, Juggling (Höchstzahl bis zum ersten Drop), Doubling (dto.), Consecutive Catch (dto.), MTA (5 Würfe pro Treffen).
 
Alle Ergebnisse müssen von mindestens zwei Clubmitgliedern gewertet werden, und es ist dem Wettbewerber aufgegeben, fair zu handeln, nach Jimmy Crickets Worten: "Laß stehts dein Gewissen dein Führer sein!" Teilnehmer zahlen $5.- an den BAA-Schatzmeister bis zum 25.8.; nach dem 30. September werden keine Ergebnisse mehr entgegengenommen.
 
Auch in diesem Bulletin wird Thomas Hartmann gedacht, in einem warmherzigen Beitrag von Brother Brian Thomas.


"The Leading Edge", Nr. 49, Juni 1990
 
Chet Snouffer hebt folgende 3 Punkte hervor:
 
1. Die sich verbreitende Verwendung von Dreiflüglern. Darin sieht er die dramatische Wendung im Hinblick auf die Leistungsbewertung; denn wenn der Bumerang immer gefangen werden kann und jeder Wettkämpfer seine 12 Punkte bekommt (in Cons.Catch, gb), müßten die Wettkampfbedingungen grundsätzlich geändert werden.
 
2. Die Bedeutung der sich einbürgernden Indoor-Wettbewerbe. Am Beispiel des von Roger Perry in Pert (Burswood Superdome) organisierten Hallenwerfens (von Windstille bis 8km/h-Brise) weist er auf eine letzte Reduzierung des Werfens hin. Der Wettkampf wird befreit von Bedingungen, die ausserhalb des Bumerangs und seines Werfers liegen. Etwa bei Fast Catch: Wie schnell ist dein Gerät? Und kannst du es fangen? Und wiederum taucht das Bewertungsproblem auf: Wären 15,9 s Fast-Catch-Weltrekord oder FC-Indoor-Weltrekord, usw.
 
3. Die Frage von Preisgeldern. Nach Erörterung einiger Beispiele (u.a. Koehler, aber vor allem der finanzielle Aufwand von Perth 1991 - hier ist von $15000 bis 80000 die Rede), schließt er: "Geld wird die Dinge ändern, ob wir wollen oder nicht. Im Augenblick ruht der Bumerangsport allein auf rein sportlicher Grundlage. Ich würde es zutiefst bedauern, wenn diese Basis zusammenbricht."
 
Auch die Frage der Anerkennung von Rekorden wird des weiteren in der Ausgabe abgehandelt.
 
Zusammengestelt von wb

 
   
  Zurueck   Back