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Ergebnisse 1990
 
Die 11. Deutsche Meisterschaften fanden am 4./5. August 1990 in Winnenden bei fast unerträglicher Hitze statt. Ein ausführlicher Bericht ist bereits im DBC-Info erschienen. Hier die wichtigsten Ergebnisse:
 
Consecutive Catch (Plätze nach Stechen)
1. Thomas Patzer (10 Fänge)
2. Yannick Charles (10 Fänge)
3. Thomas Fiol (10 Fänge)
4. Georg Thoms (10 Fänge)
 
Juggling
1. Gerrit Lemkau (11 Fänge)
2. Harald Steck (5 Fänge)
2. Michael Siems (5 Fänge)
2. Thomas Patzer (5 Fänge)
 
Endurance
1. Thomas Patzer (49 Fänge)
2. Gerrit Lemkau (47 Fänge)
3. Harald Steck (46 Fänge)
3. Oliver Rau (46 Fänge)
 
Fast Catch
1. Michael Siems (21,50s)
2. Oliver Rau (23,32s)
3. Uli Roos (23,50s)
 
Doubling (nach Stechen)
1.Harald Steck (10 Fänge)
2. Volker Behrens (10 Fänge)
3. Gert Heinrich (10 Fänge)
 
MTA
1. Joachim Rauser (34,65s)
2. Martin Wege (34,31s)
3. Harry Weiss (33,26s)
 
Gesamtwertung
1. Oliver Rau (49 Punkte)
2. Joachim Rauser (55 Punkte)
3. Uli Konzelmann (63 Punkte) und Thomas Patzer (63 Punkte)
 
gb
 

Am 1./2. September 1990 veranstalteten wir den 2. Boddenpokal in Greifswald. Dazu konnten wir fast alle (noch) DDR-Werfer sowie Gäste aus Reinbek, Kiel und West-Berlin begrüßen.
 
Trotz stürmischen Wetters wurden einige gute Ergebnisse erzielt. Wir glauben, daß es allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Deshalb haben wir auch beschlossen, den nächsten Boddenpokal öffentlich auszuschreiben. Er wird wieder am ersten Septemberwochende stattfinden. Wir laden Euch jetzt schon dazu ein.
 
Wir wollen uns auf diesem Wege bei allen Bumerangfreunden für die herzliche Aufnahme und Unterstützung in diesem Jahr bedanken. Wir konnten schon viele Tips und Hinweise verarbeiten. Besonders bedanken wir uns bei Wilhelm Bretfeld. Unser Dank gilt auch dem Reinbeker Bumerangclub, mit dem wir auch in Zukunft eng verbunden sein wollen.
 
MHR
 
Olaf Paulus
Fleischerwiese
Greifswald DDR-2200
 
Thilo Kaiser
Loitzer Landstr. 39
Greifswald DDR-2200
 
Und hier die wichtigsten Ergebnisse:
 
Fast Catch
1. Gerhard Bertling (27,3 s)
2. Matthias Kutschera (30,5 s)
3. Stefan Seidel (40,0 s)
 
Doubling
1. Olaf Paulus (5 Fänge)
2. Uwe Hast (5 Fänge)
3. Wolfgang Bormann (4 Fänge)
 
Endurance
1. Uwe Hast (27 Fänge)
2. Olaf Paulus (26 Fänge)
3. Heinz-Jürgen Storr (25 Fänge)
 
Greifswalder Runde (Style Outback)
1. Gerhard Bertling (25 P.)
2. Wolfgang Bormann (22 P.)
3. Mathias Kutschera (15 P.)
 
Gesamtwertung
1. Matthias Kutschera
2. Olaf Paulus
3. Uwe Hast
 

6. Internationale Schweizer Meisterschaften in Basel (7./8. Juli 1990)
 
Als ich am Vorabend auf den herrlichen, weitläufigen Sportanlagen von St. Jakob in Basel eintraf, fand ich das Wurffeld erst, nachdem mich ein Spaziergänger auf ein Feld mit "großen weißen Kreisen" hingewiesen hatte. Kein Mensch war zu sehen, so daß ich das Wettkampffeld in der herrlichen Abendsonne ganz für mich allein hatte. Erst später kam Thomas Stehrenberger dazu, der spätere Schweizer Meister.
 
Die Basler Zeitung hatte das Ereignis mit einem ganzseitigen Vorbericht (mit Farbbildern) angekündigt, der sachlich Richtiges über den Bumerang brachte. So geht es also auch. Die Wettkämpfe selbst liefen reibungslos. Für 56 Teilnehmer, davon die Hälfte vom DBC, konnten bis zu 5 Wurfkreise gebildet werden. Von einer Sprechanlage aus geleitet, welche übrigens vom Platz gestellt und betreut wurde, kamen sie wirklich zum Werfen und nicht zum Warten. Günstig für den Ablauf erschien mir eine zeitliche Zentralisierung für alle Wurfkreise. Die Einzelwettbewerbe begannen gleichzeitig, also auf Kommando. Beim Endurance wurde jeder 5min-Abschnitt zentral geführt, ohne daß bei den Teilnehmern ein Gefühl von Gängelung erkennbar war. Eine weitere Zusammenführung erfolgte durch abschließende Pokalwettbewerbe. Aus den acht Besten im Fast Catch und den vier Besten in Consecutiv Catch des Vortages wurden auf dem Wege über Viertelfinale, Halbfinale und Finale die Sieger ermittelt. Mit diesem Verfahren sollte auch der Versuch gemacht werden, das Publikum deutlicher einzubinden. Ich weiß nicht so recht, ob das gelungen ist.
 
Gewiß waren es die spannendsten Ereignisse, die ich bisher bei sportlichen Wettkämpfen verfolgen konnte, aber ein winziger Bumerang ist eben kein Formel-1-Silberpfeil. Für die Bewertung der Leistungen wurde ein neues Bewertungssystem (System Basel 1990) verwendet, dessen erstrebter höherer Gerechtigkeitsgrad von den Experten überprüft und bestätigt oder kritisiert werden wird.[1] Auch der Abschluß-Bericht in der Baseler-Zeitung: Sachrichtig, farbig fotografiert (ein lebendiges Bild von Christian Müller, DBC) und mit Angaben der Sieger. Ich möchte den Veranstaltern (und ihren Gefährtinnen) für die freundliche Aufnahme herzlich danken, die es mir ermöglichte, Zeuge einer so harmonischen und rundum gelungenen Veranstaltung zu werden.
 
wb
 
[1] Ich versende die Hinweise zum Verfahren gegen Übersendung eines mit DM 1.- frankierten DIN-A5 Rückumschlages an alle Interessenten, die sie anfordern.
 
Auszug aus der Siegerliste:
 
Gesamtwertung:
1. Michael Siems
2. Doug duFresne
3. Oliver Rau
 
Schweizer Wertung:
1. Thomas Stehrenberger
2. Kim Galeazzi
3. Pierre-Andre Goumaz
 

Nord Cup Oldenburg (14./15.7.90)
Stephan und Horst haben es geschafft: Die freundlich und sicher geleiteten 29 aktiven Werfer brachten den Veranstaltern einen Überschuß von DM 1,73 ein, die sofort dem DBC überwiesen wurden. Man sieht: Was gut ist, muß nicht teuer sein. Vielen Dank euch beiden. (Den 2. Nord Cup wird´s erst 1992 geben, damit´s ein Prachtkerl wird.)
 
Die wichtigsten Ergebnisse:
 
Endurance: Torsten Fredrich (48F)
Style Outback: Georg Thoms (35P)
Consec./Doubling: Gerrit Lemkau (21F)
Jugling: Gerrit Lemkau (10F)
Fast Catch: Torsten Fredrich (23,12s)
Position: Karin Lüdemann (11,68m)
 
Gesamtwertung:
1. Matthias Giesenschlag
2. Volker Behrens
3. Georg Thoms
 

Der 2. Weitwurftag in Lübeck (30.9.90)
...wurde wie im letzten Jahr organisiert von Volker Behrens. Die 15 Werfer ließen sich durch Nieselregen und nasse Füße nicht stören.
 
Neben dem traditionellen Weitwerfen (bei dem mangels Wind keine Rekorde erzielt wurden) wurde zum ersten Mal die neue Disziplin Weitwurf mit Catch ausgetragen. Michael Siems, der Sieger dieser Disziplin sowie der Gesamtwertung, dürfte damit Weltrekordinhaber sein.
 
Weitwurf mit Catch:
1. Michael Siems (107m)
2. Ulf Hampe (96m)
3. Matthias Giesenschlag (84m)
4. Gerhard Bertling (83m)
5. Joachim Rauser (79m)
 
Standard-Weitwurf:
1. Gert Heinrich (105m)
2. Klaus Zacher/Thomas Hense (103m)
4. Matthias Giesenschlag (99m)
5. Michael Siems (96m)
 

2E J.I.A.P TREIGNES 1990
 
Hinter diesem Kürzel verbarg sich eine Veranstaltung so recht nach dem Geschmack von lockeren Bumerangwerfern. Nicht verbissener Wettkampfeifer, sondern interessierter Erfahrungsaustausch - auch mit "angrenzenden Bereichen" wurde praktiziert.
 
Jacques Thomas (67) aus Lyon hatte den Vorschlag gemacht, daß auch Wurfkeulen und Bumerangs bei den "2e JEUX INTERCONTINENTAUX D´ARMES PREHISTORIQUES" vertreten sein sollten. Angesprochen davon fühlten sich einige belgische und französische Bumerangfreunde sowie John Wray aus London (Horniman Museum). Natürlich auch Wilhelm Bretfeld und ich. Jacques hatte einen Vortrag über Bumerangs in alter Zeit gehalten und war auch sonst allgegenwärtig.
 
Noch während die Speerschleuderer und Bogenschützen ihre Zielscheiben trafen, probierten die Bumerangwerfer an geeigneter Stelle auf dem weitläufigen Gelände. Immer wieder unterbrochen von interessiertem Fachsimpeln, übte man sich in Weit- und Zielwerfen. Jacques erzählte beim Abendessen von den ägyptischen Bumerangs, über die in wenigen Monaten je ein Buch in französicher und englischer Sprache erscheinen wird. Wir werden die Leser natürlich informieren, wenn es soweit ist.
 
Für das Wurfkeulenweitwerfen hatte man einen ca. 30º Sektor von der Abwurflinie als gültigen Bereich abgesteckt. Die Goldmedaille ging nach Belgien mit 84m, die Silberne nach Lübeck (em) mit 79m. Nachdem bei einem meiner Würfe auf ein 15m entferntes Ziel die Zielplatte durch eine 400g Buchenholz-Keule zerschmettert wurde, einigte man sich auf die Zielscheiben der Bogenschützen. Nach einem Stechen ging Gold nach Lübeck und Silber nach London (J. Wray).
 
Das Wettwerfen mündete in einem lustbetonten aber nicht einfachen Sicheln mit Gasluftballons als Ziel. Mit Rückkehrbumerangs (natürlich nur natürliche Ellbogen) galt es, die Ballons in ca. 15m Höhe zumindest zu treffen. Mit einem kantigen Schlehenholzbumerang habe ich dann nach einigen Übungswürfen hinreichend viel "Flugwild" getroffen, um auch hier die Goldmedaille nach Lübeck zu tragen.
 
Die genaue Ergebnisliste lag mir nicht vor, da ich gleich nach der Siegerehrung die Rückfahrt antrat.
 
Fazit: Es hat Spaß gemacht. Bei einer Neuauflage der Spiele wird sicher die Organisation der Wettkämpfe etwas gestrafft werden. Eine größere Teilnehmerzahl hätte mehr Spannung ergeben. Interessierte Leser können weitere Einzelheiten (von mir) erfahren.
 
em

 
   
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