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Robert Leckie
Ein flötender Bumerang

 
(Mit frdl. Gen. aus BBS-Newsletter 7/81)
 
Saubere handwerkliche Arbeit ist nötig. Ich habe Bumerangs vom Typ 'Gem' von Herb Smith, dem ich verpflichtet bin, verwendet. So hatte ich ein überprüftes Grundgerät und konnte die Flugfähigkeit der Geräte mit und ohne Flöte gut vergleichen. Die Ergebnisse waren ermutigend, ohne Veränderung der Flugeigenschaften ertönte ein durchdringender Pfeifton während des Fluges.
 
Bau-Anleitung:
  1. Bumerang-Rohform ausschneiden (6mm 5 Schichten, 30 cm Armlänge, 4,4cm Flügelbreite, 95º Ellbogenwinkel; siehe Bauplan 'Gem'). Noch keine Bearbeitung der Kanten.
  2. Am Nicht-Griff-Ende zwei Linien oben und unten: 4cm vom Flügelende, 5cm Zwischenraum. Auch das mit starken Linien hervorgehobene Rechteck aufzeichnen (Abb.1).

  3. Innerhalb jeder Ecke des Rechtecks ein Loch bohren und das Rechteck aussägen. Innenkanten sauber feinschleifen.
  4. Mit einem Messer entlang der Linien A-B bis zur Tiefe einer Schicht (denkt dran: 5-Schichtenholz, wb) einschneiden.
  5. Nun oben und unten je eine Schicht zwischen den Linien entfernen (Abb.2). Dabei hilft Wärme. Sie macht den Leim zwischen den Schichten weich. Seine Farbe zeigt die Grenze für das Herausarbeiten an. Die so entstandene neue Oberfläche sauber schleifen. Insbesondere darauf achten, daß die Seitenkanten winklig bleiben.

  6. Aus 0,8mm Sperrholz die Teile C und D (Abb.3) so ausschneiden, daß sie den Platz (nach Arbeitsschritt 5) genau ausfüllen.

  7. Nun die Kanten wie üblich bearbeiten. In der Nähe der Pfeifenöffnung nicht raspeln!
  8. Vorsichtig die Lippe (Abb.2) schleifen. Sie muß absolut plan sein und waagerecht zur Flugrichtung stehen.
  9. Die Unterseite der nach vorn zeigenden Kante des Plättchens D feinschleifen, um eine keilförmige Kante in dem Klang-Kästchen zu erreichen. (Abb.4)

  10. Oberflächenbehandlung, trocknen lassen.
  11. Plättchen E (Abb.4) aus dünnem Metallblech schneiden (em empfiehlt Offset-Druckplattenfolie aus Alu - gibt´s in Druckereien).
  12. Für die Versuchswürfe Tesa-Film über den Luftschlitz kleben (Abb.2). So kann man die Schlitzbreite jeweils solange verändern, bis Tonhöhe und Lautstärke optimiert ist. Besonders stark wird der Ton, wenn man den Bumerang leicht nach unten wirft.
  13. Die beste Position des Klebestreifens mit Bleistift anzeichnen und das Metallplättchen fixieren.

Übersetzung: wb
 

Noch mehr Anregungen für pfeifende Bumerangs
 
Meine vereinfachte Leckie-Version sieht so aus:
  1. Rechteckiges Loch ausschneiden wie gehabt.
  2. Die rechteckigen Deckplatten (aus 0,8mm Sperrholz) einfach aufleimen, das stört die Flugbahn überhaupt nicht. Die obere Deckplatte wird wie unten gezeigt bearbeitet und aufgesetzt.
  3. Kanten runden - fertig.


 

 
Wichtig ist, daß die scharfe Kante in dem Ausschnitt der oberen Deckplatte wirklich scharfkantig ist und der Luftstrom von der Profilnase möglichst genau auf diese Kante trifft. Ich habe diese Pfeife sehr erfolgreich an verschiedenen Modellen erprobt. Am besten sind schnell drehende Bumerangs geeignet, bei denen die Armenden in Richtung Schwerpunkt zeigen.
 
Eine weitere Möglichkeit wurde mal in einem früheren DBC-Info vorgestellt. Das Gehäuse eines Potentiometers (Lautstärkeregler in elektronischen Geräten) wird von oben (anstelle der Patronenhülse) eingesetzt und mit einem kleinen Loch versehen (2-3mm Durchmesser). Die Kanten des Loches müssen mit einer kleinen Rundfeile scharfkantig gefeilt werden. Funktioniert auch sehr gut.
 
Wann verwendet jemand zwei Pfeif-Bumerangs im Wettkampf für Juggling? Das Pfeifen würde dann die 'Da ist er! Hinter Dir!'-Rufe überflüssig machen! (Oder ist das nicht erlaubt?)
 
gb

 
   
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