Editorial
Artrang
Tomahawk+Hammer
Tennisschläger
Fliegender Kreis
Dreieck+Seagull
Windsbraut
Superskate
Bumerang-Segler
Schwanrang
Bodennaher Wind
Sparsame Dreiflügler
Museums-Besuch
Verschiedenes
Termine
 
Zurueck   Back
Editorial
 
Vielfalt der Formen und Farben
Unter diesem Leitwort haben wir die vorliegende Ausgabe zusammengestellt. Die Farben muß sich der Leser natürlich vorstellen, denn wir gehen davon aus, daß viele Leser sich an die Farbigkeit der abgebildeten Beispiele erinnern. Ob man die (fast) unbegrenzte Zahl der Gestaltungsmöglichkeiten grob differenzieren kann? Bezieht man die Profile mit ein, so könnte sogar der Beitrag von A. Weilenmann dazugerechnet werden: Bei konventioneller Form eine weitere Variante für die Gestaltung der Flügelenden bei Long Distance.
Sonst sehe ich vier Gruppen:
 
1. Konventionelle Formen mit "künstlerisch" gestalteter Oberfläche Beispiel: Der Artrang von Harry Weiß. Die Oberfläche ist in lebhaftem Gelb, Rot, Violett, Grün sowie Grau gestaltet. Eine sehr schöne Lösung haben wir 1990 in Reinbek bei Werner Klöden gesehen. Er hatte Aquarellfarben verwendet.
 
2. Geometrische Formen:
Kreis, Dreieck, Stab. Nach der nicht unkomplizierten Ringlösung von Schlegel/Sattler stellen wir heute den Ring von Björn Thiesen vor, der ebenfalls 1990 in Reinbek von ihm geworfen wurde. Er bekam für sein Gerät den ersten Preis beim Wettbewerb "verrücktester flugfähiger Bumerang". Die Dreiecke sind ja gekennzeichnet durch die von Erwin Meermann erstmals veröffentlichte Umkehrung der Profile in der Mitte jeder Seite. (Entwurf v. 22.Mai 1983, veröffentlicht in B.B.S.N. Nr. 13, Sommer 1983). Der Stab, als Tumble-Stick bekannt, müßte gewiß erst vom Balsaholz aus in schwerere Materialien übertragen werden, damit aus Spielerei zumindest Spiel werden kann. Wer versucht es?
 
3. Fliegende Objekte:
Brauchformen (von der Axt zum Tennisschläger), Buchstaben, Tiere und vieles mehr.
 
4. Freie Kunstformen, wie die Arbeiten von Bernhard Martin.
 
Aus allen vier Gruppen haben wir Beispiele ausgewählt. Diese sollen auch als Anregung für eigene Entwürfe dienen.
Dazu folgender Tip:
Für das Profil aller ungewöhnlichen gilt: Schwerpunkt feststellen, Drehrichtung dazu in Beziehung setzen, Vorder- und Hinterkanten sowie Übergänge mit Bleistift markieren.
Also: ran an die Malkästen. Es gilt dann nur noch weitere Verwendungszwecke zu finden für Bumerangs, die zum Werfen zu schön sind, die man aber nicht einfach an die Wand hängen will. Wir hoffen, den Wünschen unserer Leser mit dem umfangreichen Bauplan-Angebot entgegengekommen zu sein. Dennoch ein Wort zur Darstellungsgenauigkeit für das Profil, weil ich Gerhard (gb) entlasten möchte: Andreas Weber hatte die Schichtengenauigkeit gelobt, weil es Schülern auf dieser Grundlage leichter fällt, Plattes in Räumliches umzusetzen. In Ordnung. Die zahlreichen Selbstbauer unter unseren Lesern möchte ich aber darauf hinweisen dürfen, daß es das MBA-SC-Profil gibt: Rusty Hardings Modern Boomerang Airfoil - Semi Crude. Dieses Profil gehört überall da hin, wo Zeichnungen nichts besonderes aussagen.
 
Viel Freude beim Bauen (und beim Verändern!) und beim Ausdenken neuer, eigengeprägter Formen.
 
Auf dem Grund des Luftozeans
Das Element, in das wir unsere Bumerangs hineinwerfen, ist die Luft, ob wir nun vom Boden aus werfen, von einem 4000m Berggipfel oder von einem HeißluftbalIon, der in einigen hundert Metern Höhe schwebt.
Wir sind deshalb unserem Leser Martin Claußen von Herzen dankbar, daß er uns einen hochkarätigen Beitrag über die Vorgänge in der Bodenluft zur Verfügung gestellt hat.
Das Herausgeberteam war wie Martin der Ansicht, diesen Beitrag ungekürzt zu veröffentlichen. Martin geht es darum, daß den Profis unter unseren Lesern (z.B. Physikern, Ingenieuren) auch dargestellt werden soll, wie vertikales Windprofil und Stärke der Böigkeit berechnet werden können. Wir Laien müssen dann eben - je nach Verständnisschwelle - achtungsvoll nichtverstehend bis dahin weiterlesen, wo wir uns wieder einklinken können.
Es sind noch zwei weitere (kürzere) Beiträge geplant: "Böigkeit" und "Der Einfluß von Hindernissen".
 
Wb

 
   
  Zurueck   Back