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Gerhard Kaltenegger
'Sparsame' Dreiflügler

 
Aus einem Stück gebaute Drei- oder Mehrflügler haben zwei Nachteile:
-man braucht jede Menge Material und
-die Längsstabilftät der Flügel ist, jedenfalls wenn Sperrholz verwendet wird, bedingt durch die Maserung des Holzes, unterschiedlich.
Kostengünstiger und stabiler geht's unter Inkaufnahme von etwas mehr Gewicht und Reibung wie folgt:
Sperrholzstreifen von üblicher 50cm breiter Platte schneiden (34Mm dick, ca. 3cm breit, Maserung längs gerichtet) und dritteln (ergibt eine Flügellänge von ca. 16,5cm). Flügel an je einem Ende auf einen Winkel von 120º 'zuspitzen' (Abb. 1).
 
Flügel mit den Spftzen sternförmig zusammenfügen und mit Zweikomponentenkleber verleimen. Auf einer Seite zur Verstärkung ein Dreieck aus 1-2mm Sperrholzrest ebenfalls mit Zweikomponentenkleber aufleimen (Abb. 2). Nach dem Trocknen evtl. auch noch auf der anderen Seite ein solches Dreieck aufbringen. Die Flügel können vor oder nach dem Zusammenleimen profiliert werden.
 
Noch einige Basteltips:
Die 120º-Winkel an den Stirnseiten sind nur schwer präzise herauszuarbeiten. Für die Gleichmäßigkeit hilft hier eine Schablone wie Abb. 1 aus durchsichtigem Kunststoff (z.B. altes Lineal, ca. 5cm breit); sie muß nur einmal genau gefertigt werden. Einfach auf die Sperrholzstreifen legen und Winkel nachzeichnen.
Auch das Zusammenfügen der Flügel im 120º-Winkel ist nicht einfach. Wenn es auch in der Regel auf ein paar Grad hin oder her nicht ankommt, in etwa sollte es nicht zuletzt aus optischen Gründen doch stimmen. Hierzu ist eine "120º-Spinne", mit wasserfestem Filzstift auf eine möglichst ebene Unterlage gezeichnet (Faserplatte mit Kunststoffbeschichtung), hilfreich (Abb. 3):
Erst eine Grundlinie a zeichnen, dann von Punkt A aus nach beiden Seiten im Winkel von 120º zwei weitere Linien b und c. Zu diesen schließlich beliebig Parallelen im Abstand von ca. 1/2cm. Durch Anlegen eines Flügels an die Grundlinie a ergibt sich der Mittelpunkt M Deines Bumerangs. Nun die beiden anderen Flügel mit den Spitzen an M anlegen und an einer passenden Parallelen ausrichten. Eventuell Zwischenräume an den Stirnseiten mit Kleber ausgießen, Dreieck anbringen, beschweren und trocknen lassen. Damit die Flüge während der Klebearbeiten nicht verrutschen, befestige ich sie mit einem Stückchen Doppelklebeband auf der Unterlage. Unter die Leimstelle kommt etwas Folie (Plastik, Alu), damit sich der Bumerang problemlos von der Unterlage lösen läßt.
Wenn Du gern mit Dreiflügler wirfst, lohnt sich die Herstellung der beschriebenen Hilfsmittel auf jeden Fall. Man kann damit auch Bumerangs mit asymmetrische Flügeln herstellen, sofern ein Kante - was meist der Fall ist gerade verläuft. Ich habe z.B. den in der Bumerang Welt IV/90 von gestellten TRITON nachgebaut, das Ergebnis hält, was der Konstrukteur, Gerhard Bertling, versprach.
Many happy returns!
 
Gerhard Kaltenegger
Breslauer Str. 20
5309 Meckenheim



Quick-Tip
 
In meinem bevorzugten Computer-Magazin gibt es eine Rubrik gleichen Namens. Ich denke, es gibt viele kleine Hinweise, die dem Fortgeschrittenen läppisch erscheinen mögen, dem Anfänger aber eine große Hilfe sein können. Der folgende Tip dürfte auch für die Profis von Interesse sein:
 
Problem: Ein neuer Bumerang aus dickem Material oder mit sehr schmalen Flügeln fliegt beim ersten Test einwandfrei, nach der Lackierung aber überhaupt nicht mehr - er stürzt regelmäßig ab.
 
Lösung: Die Oberseite der Vorderkante beider Arme mit grobem Schleifpapier in Längsrichtung aufrauhen, das sieht zwar nicht schön aus, wirkt aber Wunder. Probiert's mal aus!
 
Erklärung (in aller Kürze): Die Kratzer wirken als "Turbulator",
es wird eine turbulente Grenzschicht erzwungen und somit der hohe Formwiderstand einer laminaren Grenzschicht mit Strömungsabriß vermieden. Wer auf die Idee kommt, das bei MTAs auszuprobieren: Hab' ich schon bringt nix!
 
Vielleicht habt Ihr auch einen Quick-Tip für unsere Leser?
 
gb

 
   
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