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Der "Narrarang"
 
Name: Maxx
Geb.: ja, im Winter 1948
Beruf: Hofnarr
Beruf: Hofnarr?
 
Ja! So etwas gibt es noch. Wenn auch nur einen einzigen. (Jedenfalls ist mir niemand in Deutschland bekannt, der seinen Lebensunterhalt heute noch als Narr verdient.) Bei mir ist es nun schon über 10 Jahre her, daß ich vom ehrbaren Lebenswandel als Werbefotograf abgelassen habe, um fortan als "fahrender Gaukler" auf Schlössern und Burgen meine Taler zu verdienen. Im bunten Narrenkostüm mit Schellenkappe, und den hochgebogenen Schnabelschuhen unterhalte ich mein Publikum mit Musik auf Dudelsack, Laute und Flöte, mit Jonglieren, Zauberei und Feuerspucken. Hinzu kommt noch daß ich als "Narr Maxx" für die Gäste konsequent stumm bin, mich also ausschließlich der pantomimischen Körpersprache bediene. Soviel über mich und meinem Beruf.
 
Was hat das nun mit Bumerangs zu tun? Der Frust über mißlungene Versuche einen Bumerang zu bauen und zu werfen ließ bei mir das Thema immer wieder in Vergessenheit geraten. Mit jedem Fehlschlag wuchs jedoch das Geheimnis um diese Wurfhölzer. Im Frühjahr 91 fiel mir das Buch von Günther Veit in die Hände. Die Idee "Bumerang" wurde dadurch schlagartig wieder lebendig. Wenn schon jemand ein Buch darüber schreibt mußte es noch mehr Leute geben die sich mit Bumerangs beschäftigen. So richtig glaubte ich ja immer noch nicht, daß die Dinger wirklich "zurückkommen". Das wollte ich auch so lange nicht glauben bis ich es mal selbst gesehen hatte. Aber wie kommt man an einen Menschen der das kann? Günther Veit anrufen! Günther war wohl umgezogen, also nicht erreichbar. Aber in seinem Buch stand die Adresse von Eckhard Mawick. Der wiederum kannte einen Gerhard Kaltenegger in Meckenheim. Also nur 1 Autostunde Fahrt.
 
Gerd Kaltenegger erwies sich als eine Fundgrube an Bumerangwissen. Nicht nur, daß er über 300 Stück in seinem Hobbykeller hatte, er konnte auch damit umgehen. Und wie! Sogar fangen! Ich hatte aus "Baumarktsperrholz" gerade mal 3 Stück gebastelt. Die wollten, selbst von einem Könner geworfen, nicht so recht zurückkommen. Aber die Hölzer, die Gerd gebaut hatte... ! Die kamen dann sogar zu mir zurück! Am besten gehorchte mir ein roter Omega, den Gerd mir zum Geschenk machte. Nun besaß ich endlich einen richtigen Bumerang aus Birkensperrholz der zurückkommt! Heute ist der Keimling den Gerd in mir gepflanzt hatte zu einem kleinen Baum herangewachsen.
 
Das Geheimnis um den Bumerang ist physikalischen Gesetzmäßigkeiten gewichen mit denen man experimentieren kann. Die Symbole des Hofnarren, also meines Berufsstandes, sind die Schelle und der Schnabelschuh. Als ein erfolgreiches Experiment habe ich den Schnabelschuh zu einem flugfähigen Dreiflügler entwickelt. Den "Narrarang". Zu einer Bemalung konnte ich mich noch nicht entschließen, denn was ist schöner als die geschwungenen Linien des Holzes?
 
Material: 3mm Birke, 6 Lagen
Gewicht: 20g
Flugweite: ca. 16m
Biegung: leichte Längsbiegung an allen 3 Armen (Beinen)
Bevels: keine
Wurf: sehr fest, mit viel Rotation, ca. 90 Grad
Fangen: kein Problem
Radius: 15cm (Beinlänge)
 
H. Max Hoenow
Kölner Str. 13
5275 Bergneustadt
Tel.: 02261/41441

 
   
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