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Indoor Bumerangs
 
Als der Regen der 9. Deutschen Meisterschaften (1988) die Teilnehmer in die benachbarte Turnhalle trieb, wurde aus dem dann beginnenden Indoor-Werfen erkennbar, wie gut es möglich wäre, auch in der Halle zu werfen und auch Wättkämpfe zu veranstalten. Es mag in der Zwischenzeit der eine oder andere von uns in einer Halle geworfen haben (ich selbst hatte im gleichen Jahr zeitweise eine große Halle zur Verfügung), aber institutionalisiert wurde die Sache nicht.
 
Dabei predigt Lorin Hawes schon seit Jahrzehnten: Nur in der Halle können Leistungen korrekt verglichen werden. Wir kennen die Vorteile: Unabhängig von Wetter, Jahreszeit, Tageszeit werfen können, das bringt auch eine wirksamere Trainingsdichte.
 
Unsere Freunde in Frankreich hatten schon 1989 den Hallenwettbewerb, sie haben schon allein 2 Clubs allein für das Hallenwerfen, in Paris gibt es eine regelmäßige, wöchentliche Übungsstunde in einem Gymnasium - und es gibt den ungewöhnlichen Weltrekord von Troyes: 16 Werfer absolvierten in 24 Stunden 11 282 Fänge.
 
Die Zeitschrift Profil (Serge Ignazio) Nr. 6 ist speziell den "Boomerangs de salle" gewidmet. Wir haben (mit frdl. Erlaubnis) den Beitrag von Philippe Picgirard und Fabrice Pucetti über die "Boomerangs de salle" ausgewählt und hier - stark verkürzt - übersetzt und mit Bauplänen versehen. Die beim "V" angegebenen Bearbeitungslinien gelten im Prinzip auch für die weiteren Pläne.
 
Ich meine, wir brauchen Phantasie und Verhandlungsgeschick, um an Räume heranzukommen, in denen wir zu vernünftigen Bedingungen werfen können. Turnhallen sind ja meist schwierig, wegen des Benutzerdrucks bzw. wegen der Kosten. Die Gedanken könnten erst einmal kreisen um Hallen von aufgelösten Bundeswehr-Einrichtungen, geräumte Fabrikhallen/Schuppen/Depots, aufgegebene Lichtspieltheater, Aulen umgewidmeter Schulen, Messehallen oder deren Nebenräume, überhaupt Ausstellungsräume; für Hamburg: Schillertheater, Planetarium u.v.a.
 
wb
 

Boomerangs de Salle (von Philippe Picgirard und Fabrice Pucetti)
 
Wir verwenden Birkensperrholz 5mm/10Schichten. Unsere Geräte wiegen durchschnittlich 35g. Flugweiten zwischen 12 und 15m, je nach Erfordernissen.
 
Charakteristik des Fluges: ähnlich Fast Catch.
 
Disziplinen: Fast Catch, Endurance, Juggling, Trick Catch, Doubling, Position u.a.
 
Das "V" ist unser Basismodell. Es ist gutmütig und leicht zu fangen.
 
Zum Tuning: Wir tauchen die Flügel vorher einige Minuten in heißes Wasser, wiederholen das Tuning einige Male.
 
Hauptregeln zu Tuning:
Arm 1: Positiver Anstellwinkel (etwa 5mm) und negative V-Form der letzten 15cm des Flügels (0-10mm). Der positive Anstellwinkel verkleinert die Flugweite und reduziert die Rotationsgeschwindigkeit. Kompromiß suchen! Die negative V-Form (also Armenden nach unten biegen -gb-) verhindert das Aufsteigen.
 
Mit Arm 2 bestimmen wir die Rückkehrhöhe. Er bekommt eine positive V-Form, wenn er taucht, eine negative, wenn er zu hoch hereinkommt.
 
Wurfhinweise: Pinch-grip, Horizontwinkel: 0-10 Grad, Neigungswinkel: 0-15 Grad, viel Rotation, wenig Translation: doucement!


Weitere Indoor-Pläne

 
   
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