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Jonas Romblad
Einlegearbeiten - Teil 2
Ornamentale Intarsien

 
Das Messer
Das wichtigste Werkzeug für Intarsienarbeiten ist ein modifiziertes Skalpell; ein Werkzeug nämlich für Präzisionsarbeit. Seitdem ich mir ein solches Gerät gebastelt habe, habe ich nie mehr ein normales Skalpell für Arbeiten an Bumerangs oder Modellflugzeugen benutzt. Ich nehme ein Stück 6 mm-Sperrholz und säge es wie einen Skalpellgriff zurecht: Schmal am Ende bei der Klinge und mindestens 15 mm breit in der Mitte. Dann runde ich die Kanten, damit es angenehm in der Hand liegt. Zur Aufnahme der Klinge arbeite ich mit der Laubsäge unten einen Schlitz ein. Der muß gerade so tief sein, daß nur noch 5 - 7 mm der spitzen Klinge hervorschauen. Dies verhindert das seitliche Biegen oder gar Brechen der Klinge bei der Arbeit. Die Klinge habe ich einfach in den Schaft eingeklebt. Meine hält schon zwei Jahre. Ab und zu schärfe ich sie nach, und sie wird sicher noch länger ihren Dienst tun.
 
Outlines (Umrißlinien)
Einen Holzstreifen um die Kanten eines Bumerang zu leimen zählt zu den einfachsten Formen der Intarsienarbeiten. Man braucht nur die Vorder- und Hinterkanten der Arme flachzuschleifen und einen überbreiten Streifen darauf zu kleben. Man kann dazu PVA verwenden oder jeden anderen Kleber. Dies wäre allerdings auch ein typischer Anwendungsbereich von Cyano-Klebern (Superkleber=Cyanacrylat -gb-), weil sonst die Wahrscheinlichkeit des Bruchs oder der stellenweise ungenügenden Haftung des Streifens gegeben ist.
 
Ornamente Linienbilder
sind eine vergleichsweise einfache aber eindrucksvolle Art der Intarsienarbeit, solange Sorgfalt auf das Design und auf die Holzarbeit verwendet wird.


Man wählt Holz mit kontrastierender Farbe, mit gerader Maserung und guten Biegeeigenschaften. Verwenden sollte man möglichst Furnier, dessen Fasern parallel zur Oberfläche läuft (an den Schnittkanten prüfen). Nun werden Streifen geschnitten, die doppelt so breit sind wie die Furnierstärke. Dann muß die Zeichnung auf den Bumerang übertragen werden (z.B. durch Erhitzen der Rückseite einer Fotokopie mit dem Bügeleisen) und endlich geht es mit dem Intarsienmesser los:
 
Setze zwei parallele Schnitte, um eine Nut zu erzeugen, die so breit ist wie die Furniermaterialstärke und entferne das Holz zwischen den beiden Schnitten bis auf den Kern hinunter. Schneide aber nicht sämtliche Linien auf einmal, weil sonst die Nut bei der Arbeit leicht kaputt geht.
 
Weiche einen Holzstreifen ein (er muß weich werden, je weicher desto besser); er soll nicht trocknen bevor der Weißleim in die Nut hineingestrichen wurde. Nun drückt man den Streifen mit der Hand und dem Messergriff in die Nut. Bei Biegungen "zieht" man den Streifen um die Kurve, um ein Brechen zu vermeiden. Am Ende der Nut wird der Streifenrest abgeschnitten und das Ende eingepaßt. Jetzt darf man erstmals seine Arbeit bewundern. Es sieht ganz am Anfang noch nicht so überwältigend aus - aber wenn erst einmal so zwanzig Streifen eingearbeitet sind...
 
Warte mindestens 10 - 15 Minuten bis zum Abschälen und Schleifen des hervorstehenden Streifenmaterials. Wenn das letzte Stück trocken ist, können alle Beulen und restlicher Leim weggeschliffen werden. Das Schleifen dürfte nicht kritisch sein, zumal die eingebrachte Linie ja immerhin die Stärke des umgebenden Furniers haben müßte.


Jonas Romblad
Annebergsvägen 32
136 66 Haninge
Schweden

 
   
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