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Chet Snouffer
Fast Catch Training Tips
(mit freundlicher Genehmigung aus The Leading Edge Nr.51/91)
 
Beim Fast Catch-Werfen und -Trainieren muß man jeweils den Schwerpunkt wechseln. Man kann z.B. die Wurftechnik betonen, weniger die Geschwindigkeit, oder man kann das Schwergewicht auf das Umsetzen legen; endlich kann man den Gesamtablauf mit Stoppuhr-Kontrolle praktizieren. Hier stelle ich dar, wie ich trainiere.
 
1. Ich beginne jedesmal mit der Wurftechnik, ohne Zeitnahme, und ich achte auf das regelmäßige Wurf-Fang, Wurf-Fang, Wurf-Fang. Ich zähle die Fänge nicht, einfach gelassen sein und perfekte Würfe und perfekte Fänge ausführen. Wenn ich mich nun an die gelassene Regelmäßigkeit eingewöhnt habe, beschleunige ich und lasse mir Zeiten für 5 Würfe zurufen. Ich steigere dann auf größere Geschwindigkeit, bleibe aber relaxed und gehe bis zur Geschwindigkeitsgrenze, die ich in dieser lockeren Art und Weise erreichen kann. Du wirst erstaunt sein, wie gut deine Zeiten werden. Indem du den Bumerang die Arbeit (des schnellen Fluges) machen läßt, bleiben deine Fehler gering, dein Umsetzen wird harmonischer und dennoch wirst du nur 1 -2 Sekunden langsamer sein als wenn du streng auf Zeit wirfst.Wie auch immer: Wenn du weißt, daß du 24, 22 oder 20 oder gar 19 Sekunden bei dieser Art des Werfens-Fangens erreichen kannst, gibt dir das große Sicherheit, wenn du dann an einem Wettbewerb teilnimmst. In der ersten Runde kannst du gelassen bleiben und damit ein recht gutes Ergebnis erreichen und dir eine gute Ausgangsposition für einen kämpferischen zweiten Durchgang verschaffen. Wenn du in dieser technischen Phase auf Zeitkontrolle verzichtest, fehlt dir jede Vorstellung über deine Leistungsfähigkeit bis du im Wettkampf bist. Und dann ist es zu spät.
 
2.Die zweite Trainigsphase beschäftigt sich allein mit dem Umsetzen. Diesen Trainingsschwerpunkt habe ich erst im vorigen Monat entdeckt - eine unglaubliche Erfahrung. Nur die Zeit, während welcher der Bumerang beim Umsetzen wirklich in der Hand ist, wird gestoppt, und zwar mit Start-Stop, nicht mit Lap-time, bis der Bumerang zum 2. Wurf deine Hand verläßt. Wiederum: Zeitnahme zwischen dem zweiten Fang und dem Abwurf. Dies bis zum 5. Abwurf wiederholen. Für das Zeitnehmen macht es zwar nichts aus, ob du den fünften fängst oder nicht (aber du solltest es tun, weil du trainieren solltest als wäre es der Ernstfall). Der Zeitnehmer wird nun die "Gesamtzeit in den Händen" über eine Runde feststellen. Vielleicht sind es 6 oder 7 Sekunden, vielleicht 8, wenn du ein mittelstarker Werfer bist oder einige Schnitzer gemacht hast. Wenn du 4 Sekunden erreichst oder weniger , wird die Sache heiß. Wenn du auf diese Weise trainierst, wirst du geistig so auf das Umsetzen zentriert, daß du nur noch denkst: "Weg mit dem Ding!" und dann erfolgt der Wurf fast unbewußt.Das könnte nun bedeuten, du kommst instinktiv zu großartigen Würfen, oder gar du verfehlst den Abwurfkreis oder wirfst wie ein Wilder, weil du die Beziehung zum Bumerang verloren hast. Dennoch halte ich dies für eine sehr gute Wurfübung, denn im Wettbewerb müssen die Faktoren Technik, Umsetzzeit, Abwurfgenauigkeit so schnell wie möglich zu einem Ganzen werden. Indem du zuerst die Einzelfaktoren getrennt übst und sie danach zu einem Ganzen zusammenfügst wirst du deine Leistung und die Gleichmäßigkeit deiner Leistung in hohem Maße steigern.
 
3. Die letzte Phase ist dieses "Gesamt", dieses alles zu Einheit fügen. Bitte einen Zeitnehmer. Frage:"Zeitnehmer bereit?" Wirf Gras in die Luft oder atme tief ein und aus - welches Ritual du auch immer wählst.(Bereite ruhig ein Ritual vor, wenn du noch keines hast. Das hilft dir, dich zu beruhigen und bereitet dich geistig auf die nächste Handlung vor). Dann laß es laufen. Mach fünf Würfe wie im Wettkampf. Wenn einer fällt, lauf schnell, um fortzusetzen. Dies ist der Ernstfall. Wenn du fallen läßt, heb ihn auf und wirf weiter, bis du fünf voll hast oder eine Minute rum ist. Schaffe den gleichen Druck und die gleichen Voraussetzungen wie beim Wettkampf, dann lernst du auch besser damit umzugehen. Wenn du den ersten Durchgang versaut hast, mach dir klar, daß du nur noch eine Runde hast: Geh das in Gedanken durch und wähl dir deine Vorgehensstrategie: Langsam, dafür abgesichert? Ich brauche jetzt 22 Sekunden, wie auch immer. Dann gehst du in den Kreis, fragst: "Zeitnehmer fertig?" - Ritual - ab.
 
Abschließend: Denke über deine Wettkampferfahrungen nach. Was mache ich gut, was nicht? Oder: Richte selbst Trainingsrunden ein, die speziell auf deine Stärken und Schwächen bezogen sind: Du fängst den fünften Wurf nicht? Hör auf zu zählen und trainiere Technik (1). Du triffst beim Abwurf den Boden? Wiederum Technik. Du bist unkontrolliert beim Fangen/Abwurf? Übung Umsetzen(2). Wenn du dein Trainig so einteilst, spürst du mögliche Fehler in der Umsetzzeit, für die Gesamtzeit weitere Fehler, während du gleichzeitig die Steigerung deiner Leistung bemerkst. Wenn du dann den nächsten Wettbewerb absolvierst, bist du in der Lage, die Bedingungen realistisch zu beurteilen:"Bei diesem Wind kann ich... Sekunden schaffen, weil ich es schon vorher geschafft habe." Dann kannst du innerhalb deiner eigenen Grenzen werfen und erreichst dein bestes Ergebnis unter diesen gegebenen Bedingungen.
 
(Übersetzung: em)

 
   
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