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Joachim Rauser
ABS und Bumerangs

 
Inzwischen gibt es ja eine ganze Reihe Materialien, die sich zum Bumerangbau eignen. Vom klassischen Holz über Pertinax bis zu diversen Kunststoffen, von denen ich hier einen vorstellen möchte. Es handelt sich dabei um das im Modellbau verwendete ABS.
 
ABS ist durchgehend schneeweiß und liegt mit Gewicht und Steifigkeit zwischen Polypropylen und Pertinax. Das Bearbeiten mit Säge und Raspel ist völlig unproblematisch.
 
Vor allem aber die Verformbarkeit durch Hitzeeinwirkung (z.B. im Backofen oder mit dem Fön) ist von großem Vorteil. Denn im Gegensatz zu Polypropylen hält dieser Kunststoff die Verbiegung der Bumerangarme hervorragend. Das ist kein Zufall, denn in der Industrie wird ABS tiefgezogen und so in jede gewünschte Form gebracht.
 
Aus 3mm Platten lassen sich vor allem sehr gute Dreiflügler - auch für den Wettkampf - herstellen. Für zweiarmige Bumerangs ziehe ich dagegen 4mm vor.
 
Im Modellbaugeschäft bekommt man allerdings nur kleine Platten, die für maximal 4 Bumerangs ausreichen. Abhilfe schafft hier die Nachfrage bei kunststoffverarbeitenden Betrieben.
 
Hier mein Lieblingsbumerang aus ABS, die "Kralle 90". Ein Fast Catch Dreiflügler, den ich vorher schon aus Holz oder Pertinax im Wettkampf fliegen sah. Ich baute diesen Rang aus 4 und 3 mm ABS, wobei mir die 3mm Variante besonders gefiel.
 
Da die Kralle in 3mm relativ leicht ist (42g), läßt sie sich schnell beschleunigen, ohne daß dabei besonders großer Kraftaufwand nötig wäre. Dies ist vor allem bei Endurance von Vorteil, da die Wurfkraft am Ende doch meistens nachläßt. Aber auch als "just for fun"-Bumerang ist die ABS Kralle, entsprechend getuned, zu gebrauchen.
 
Zum Profil:
Weniger ist mehr! Das gilt besonders für die Vorderkanten; oben abrunden und unten nur leicht die Kanten brechen. An der Hinterkante habe ich 1mm stehenlassen, damit´s nicht zu scharf wird; dies ist jedoch Geschmackssache.
 
Tuning:
Kommt der Bumerang am Schluß zu hoch: Arme nach unten biegen. Kommt er zu tief: Arme nach oben biegen. Die Reichweite kann ohne Gewichte durch negatives bzw. positives Verdrehen der Arme erreicht werden. Bei negativer Biegung fliegt der B. weiter und hält die Rotation besser, bei positiver fliegt er kürzer und rotiert langsamer, wodurch das Fangen erleichtert wird. Wenn zu stark positiv angestellt wird kann es passieren, daß der Bumerang am Ende "verhungert" und abstürzt.
 
Wurf:
Parallel zum Boden. Neigungswinkel: 0 Grad, Luvwinkel: ca. 75 bis 90 Grad, viel Spin!
 
Many happy Returns!
 
Joachim Rauser
Güldensteinstr. 7
7100 Heilbronn

 
   
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