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Zum Flachlegen des Bumerangs ... und noch eine Meinung
 
Bisher vermutete ich, daß das Flachlegen symmetrischer Bumerangs in ganz ähnlicher Weise funktioniert wie bei asymmetrischen - nämlich durch die Verwirbelung der Luft durch die jeweils vorausfliegenden Bumerangarme. Tatsächlich hat Gerhard Bertling in der letzten Bumerang Welt gezeigt, daß dieser Effekt möglich ist. Doch Gerhard machte auch auf den "Bierdeckeleffekt" aufmerksam, wonach jeder Bumerang bzw. jede fliegende Untertasse sich flachlegt - und letzteres ist mir in Felix Hess' Buch ebenfalls begegnet.
 
Felix Hess hat in einem Wasserkanal die Auftriebsverteilung schnell rotierender, symmetrischer, mehrflügliger Bumerangs gemessen. Auf den Seiten 213/4 im Teil II (Aerodynamics) seines Buches sind die Verteilungen für verschiedene Rotationsgeschwindigkeiten und Anstellwinkel des Bumerangs aufgetragen. In jedem Fall findet sich ein Maximum der Auftriebskräfte in der oberen Hälfte der Bumerangscheibe in der Nähe der Anströmkante. Leider werden nur die theoretischen Verteilungen gezeigt und nur teilweise Experiment mit Theorie verglichen, Allerdings stimmen die schließlich im dritten Teil (Motion) des Buches vorgestellten berechneten Flugbahnen verschiedener Bumerangs mit beobachteten gut überein, so daß man dem Hess´schen Modell einiges Vertrauen entgegenbringen kann.
 
Das Besondere am Hess'schen Modell besteht darin, daß nicht der Auftrieb der einzelnen Bumerangflügel im Detail berechnet, sondern daß die resultierende Auftriebsverteilung im Mittel über viele Rotationen der Flügel um den Massenmittelpunkt bestimmt wird. Felix Hess betrachtet den Bumerang also nicht als Mehrflügler, sondern als Auftriebsfläche, sozusagen als "Tragscheibe" (steady, linearized porous lifting surface theory). In einem Punkt ähneln sich "Tragscheibe" und Tragflügel: "Tragscheibe" (und dazu zählt der vermutlich mit einem geringen Anstellwinkel geworfene Bierdeckel sicherlich auch) und Tragflügel verdrängen die anlaufende Strömung. Dies führt zu einer Beschleunigung und damit zu einer Druckverminderung, bzw. Sog, gerade an der Oberseite der Scheibe bzw. des Flügels in der Nähe der Anströmkante.
 
Also: nach dem Hess'schen Modell sind Druckpunktlage, Bumerangform und Luftverwirbelung sekundäre Ursachen des Flachlegens. Sie modifizieren die Auftriebsverteilung, so daß verschiedene Bumerangs sich verschieden rasch flachlegen - aber flachlegen wird sich ein Bumerang auf jeden Fall, wenn er nur lange genug in der Luft bleibt. Zu widerlegen wäre das Tragscheibenmodell demnach mit einem symmetrischen Bumerang, der sich während des Fluges aufrichtet. Wer baut ihn?
 
Martin Claußen
Faberstr. 15
2000 Hanburg 20m
 
Wettbewerb für alle Leserinnen und Leser der BUMERANG-WELT
 
Gesucht wird ein Text.
 
Die Ausgangslage:
Viele Bumerangfans werden von Anfängern bestürmt mit einem Bündel von Fragen. Die weitestgehende Forderung besteht darin, "alles über Bumerangs" erfahren zu wollen...
 
Wir wissen natürlich, daß das nicht geht. Gerne würden wir aber Texte sehen, die einem Anfänger auf maximal zwei DIN A 4 - Seiten eine Ermutigung geben - über die bloßen Literaturangaben hinaus. Also ein Text (Brief), der durchaus persönlich zum Ausdruck bringen sollte, was man selbst an Erfahrung im Zusammenhang mit Bu-merangbauen, -auswählen , -werfen, -fangen u. dergl. gesammelt hat und deshalb weitergeben möchte, um Neulinge zu ermuntern und ihnen ein wenig Frust zu ersparen.
 
Nun, an den langen Winterabenden, hurtig ans Werk! Preise winken; der schönste Text soll gerne veröffentlicht werden. Einsendeschluß: 15.2.1992
 
em

 
   
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