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Jonas Romblad
Einlegearbeiten - Teil 3

 
Bildintarsien


Eingearbeitete Bilder können entweder als Silhouette aus einem Stück bestehen, oder sie sind gar aus mehreren Teilen in unterschiedlichen Holzfarben gefertigt. Mit Bildelementen kann man jeden Bumerang aufwerten, ob furniert oder nicht. In jedem Fall ist es vorteilhaft, für diese Arbeiten härteres Holz zu nehmen als es das Umgebungsmaterial ist.
 
Holzauswahl
Es gibt zwei Hauptargumente für die Verwendung von härterem Holz. Einmal kann man leichter daraus komplizierte Formen schneiden; zum anderen kann man harte Furnierholzgebilde recht gut auf den Untergrund drücken und somit dort einen zarten Abdruck erzeugen, der die Umrißlinien für das Schneiden definiert.


Bilder ausschneiden
Wenn man sehr hartes Material wie Ebenholz verwendet, besteht immer die Gefahr des Splitterns. Quer zur Maserung ist das Holz fest, aber mit der Maserung zerfällt es förmlich. Wenn nun eine exotische Form aus hartem Furnier zu schneiden ist, sollte man sich ein ausreichendes Stückchen mit wasserlöslichem Leim zwischen zwei dünne Sperrholzstücke leimen. Wenn der Leim getrocknet ist, kann dieses "Sandwich" wie normales Sperrholz gesägt und gefeilt werden.Ist die Form des Bildes fertig, wird der Umriß entweder mit einem spitzen harten Bleistift übertragen, oder, wie oben beschrieben, als Abdruck eingepreßt. Dazu legt man erst das Sperrholz-Furnier-Sandwich etwa eine Stunde in Wasser, um den Leim aufzuweichen. Mit einer Rasierklinge kann nun das untere Sperrholzstück abgelöst werden. Inzwischen ist die Aushöhlung für das Bild fertig. Das Furnier kann eingeklebt, die obere Sperrholzschicht abgelöst und das Ganze glatt geschmirgelt werden. Solche Bilder bündig zu schmirgeln kann Probleme aufwerfen. Der dunkle Schmirgelstaub kann sich nämlich unschön im helleren Umgebungsmaterial festsetzen. Um das zu vermeiden, nimmt man eine alte Rasierklinge als Ziehklinge. Das ergibt eine glatte Oberfläche, und die Kratzflocken schmieren nicht die helleren Flächen zu.


Klingt ganz interessant??
Ich denke, daß die meisten Leser wohl kaum die Zeit oder Geduld aufbringen mögen, um sich mal an einem solchen Furnierbumerang zu versuchen; doch hoffentlich haben alle gerne gelesen, was man mit ein paar Stückchen Furnierholz, einer scharfen Klinge, etwas Leim und ein bißchen Geduld alles ausrichten kann. Sollten Leser gar professionell mit Furnier umgehen, bin ich an einer Rückmeldung sehr interessiert. Für mich bestand das Arbeiten mit diesem Material nämlich immer nur aus Versuch und Irrtum. Wenigstens würde ich mich über Zuschriften (auf Englisch) freuen. Natürlich werde ich auch Rückfragen nach meiner Arbeitsweise und Anfragen zu meinen Produkten beantworten.
 
Jonas Romblad
Annebergsvagen 32
136 66 Haninge
Schweden

 
Bumerang-Poesie!?
 
"... Die Form jedes Bumerangs ist nicht nur einfach funktional, sondern auch ästhetisch und sinnlich. Gel-Bumerangs sind Plastiken und Gemälde: das Flügelprofil erzeugt den Auftrieb und die Präzession, welche für die Rückkehr sorgen, die Bemalung gestaltet den Flug farbenfroh und erregend.
 
Der Bumerang wird in der Luft zum Künstler, wenn er erhaben und poetisch Kreise in die Luft malt. Dieses dreidimensionale Objekt, genannt Bumerang, wird vom Werfer geschleudert, und während es fliegt, segelt und dreht, erzeugt es einen zeitlich begrenzten, dreidimensionalen, kreisförmigen Raum, der selbst zum Kunstwerk wird. Dieser Raum, den der Bumerang umschreibt, ist ein vorübergehendes Bildwerk; der Bumerang bringt einen farbigen Glanz in Raum und Zeit, der schließlich verschwindet, bis er immer wieder aufs Neue hervorgebracht wird..."
 
Zitat aus Michael Gel´s Bumerangprospekt
 
Statt:"..wird vom Werfer geschleudert .." vielleicht: "auf den Weg gebracht "
 
Vielleicht gibt es ein passendes Bild dazu??
em

 
   
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