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Ein Mensch wird siebzig

Geboren ward er zwoundzwanzig
in Hamburg. Ja, und dabei fand sich,
daß er bereits im Knabenalter
das Zeug besaß zum bunten Falter.
Die Neigung zeigt´ sich beim Herstellen
von filigranen Flugmodellen,
die dann auch gleich Rekorde fliegen.
Doch blieb es nicht bei schnellen Siegen.
Zwar Wasserkuppe und auch Sylt
das Segelfliegerherz erfüllt,
doch hieß ein Abi neununddreißig
nicht etwa:" Nun studier´ mal fleißig!"
 
Die braune Soße rief zur Fahne.
Nicht zu begeistert, wie ich ahne,
nimmt Soldbuch er und Fallschirmseide
statt Studienbuch und Tafelkreide.
Die kommt erst später in der Vita.
Kurz in Gefangenschaft noch zieht er.
Dann geht´s nach Flensburg zum Studieren,
wo mit der Flöte musizieren
wie auch Erziehungswissenschaften
das Schuldienstanfangswissen brachten.
 
Von nun steigt bis zum "Pensionär"
stets das Besoldungsdienstaltär.
An Schulen dient er fähig weiter
und wird dann schließlich auch noch Leiter.
Den Schwerpunkt bildet Pädagogik
nicht etwa Schulverwaltungs-"logik".
Denn er ist Mensch und nicht Beamter
"Nur-bürokraten" stets verdammt er .
Das Pädagogikinstitut
von Hamburgs Uni tat dran gut,
ihn für Schulpädagogikfragen
bisweilen zu belehrauftragen.
 
Als Mitglied bei den Liberalen
pflegt zwischen kommunalen Wahlen
er Städtepartnerschaft, Kultur
und schaut dabei nicht auf die Uhr.
 
Bis schließlich, neunzehnhundertachtzig,
er an ein Fliegerhobby macht sich:
Der Bumerang trat auf den Plan,
und eh´ wir alle uns versah´n,
hat er ein Fachbuch übersetzt
die Sprachkenntnis wohl eingeschätzt.
Zum eignen Buch war´s nicht mehr weit,
es überbrückt´ die schwerste Zeit.
Und dieser Mann ist jetzt schon siebzig,
man denkt, das Bum´rangfieber gibt sich...
Damit ich´s jedenfalls erwähne :
Er ist der Grandseigneur der Szene!
Nun tobt der Senior zwischen Jungen
und lüftet dabei seine Lungen.
Frau Ruth, besorgt am Spielfeldrand,
fühlt seinen Puls ihm mit der Hand.
Daß seine "Form" noch lange währt,
wünschen von hier: Eckhard und Gerd!
 

 
   
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