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Neues vom Schlitzer
 
Interessierte Bumerang Welt Leser werden sich erinnern, daß Arthur der Schlitzer das Schlitzen nicht lassen kann. Kein vom Winde verwehter Bumerang ist vor seinen Schlitzexperimenten sicher! In der Tat ist ja Wind ein Dauerbrennerproblem in der Wurf- und Wettkampfpraxis. Wir sind alle stets dankbar für innovative Ideen bezüglich des Umgangs mit Luftbewegungen beim Bumerangwerfen.
 
Unser kreativer Bumerangfreund Arthur Müller ist im positiven Sinne besessen von der Lösungsmöglichkeit für dieses Problem, nämlich schmale Schlitze in die Arme seines bewährten Designs zu sägen. Begonnen hatte er an Arm zwei mit gutem Erfolg. Hemmungs- und respektlos erweiterte er inzwischen seine Eingriffe auch auf Arm eins (also auf den rechten, wenn das Gerät mit dem Ellenbogen nach oben vor mir liegt). Löcher zu bohren ist ja hinlänglich gängig. Ein durchlöcherter oder geschlitzter Bumerang ist, das sei zur Beruhigung zartfühlender Zeitgenossen gesagt, ja nicht für alle Zeiten verdorben. Immerhin können alle diese Eingriffe wieder zugeklebt werden. Ein befürchteter Gewichtsverlust wäre durch Ankleben von etwas Blei wieder auszugleichen. Nur Mut zum Experimentieren!
 
Es mag einen Zusammenhang zwischen Materialstärke und Anzahl bzw Ausdehnung der Schlitze/Löcher geben. Also: weiter experimentieren..! Die hier gezeigten Pläne sind als Vorschlag zu verstehen, mutig und unerschrocken Eingriffe in das sensible System Bumerang vorzunehmen mit dem Ziel, durch Versuch und Irrtum, oder besser noch durch Überlegung zu günstigerer Windverträglichkeit zu gelangen. Gewiß wird sich die eine oder der andere auch Gedanken machen, ob es einen Einfluß hat, die Löcher oder Schlitze nicht senkrecht zur Oberfläche sondern schräg, gewissermaßen "in Fahrtrichtung", anzubringen. Jürgen Rode hatte schon früher einmal diesen Gedanken geäußert. Redlicherweise hatte er dazu bemerkt, daß ihm noch unklar wäre, ob schräge Bohrungen einen unterschiedlichen Einfluß hätten. Auch hier gilt: Die Anregung aufgreifen, probieren und genau beobachten, was passiert.
em