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Rober X. Quinn
Umgang mit Dreiflüglern
(mit frdl. Erlaubnis aus 'The Leading Edge' 52/92)
 
Vergangenen Sommer konstruierte ich 21 unterschiedliche Dreiflügler mit unterschiedlichen aerodynamisch wirksamen Parametern wie Flügelbreite, Materialstärke und Flügellänge. Darüber folgende zusammenfassende Notizen.
Das günstigste Verfahren für das Aufbringen des Umrisses auf das Material: Vorher eine Kartonschablone fertigen. (Anm. w.b.: Ich habe das zentrale Dreieck aus 1 mm Sperrholz mit Sprühkleber auf das Holz aufgebracht und den betr. Bumerang auf das Holz gezeichnet. Das Dreieck kann ja immer wieder verwendet werden.)
Konstruktion: Materialstärke 4 mm. Zuerst ein gleichseitiges Dreieck mit 90 mm Seitenlänge aufzeichnen und von jeder Spitze aus das Lot auf die Basis zeichnen. Vom Mittelpunkt je eine Linie von 155 mm Länge durch jede Spitze zeichnen. Das ist die Grundfigur für die folgenden 4 Bumerangs.

Nr.1
Je eine Parallele 16 mm rechts von der Mittellinie sowie 16 mm links von ihr = 32mm Flügelbreite. Ein etwas langsamer Bumerang, aber leicht zu werfen und zu fangen.
Nr.2
Der Auftriebsmittelpunkt ist identisch mit dem Schwerpunkt. Eine Parallele 8 mm links von der Mittellinie, eine 24 mm rechts von ihr.
Nr.3
Umgekehrt wie Nr. 2. Dieser Bumerang schwebt und steigt gut. Geignet für Kinder, Außendoubler und 'count up', erreicht nur knapp die 20 m.
Nr. 4
Eine Linie 32mm rechts von der Mittellinie; ergibt einen Bumerang, dessen Vorderkanten durch den Schwerpunkt laufen. (Rekordbumerang von Rob Parkins und Matthieu Weber.)
 
Anmerkungen: Den Umriß so aufbringen, daß die Maserung eines Flügels senkrecht zur Flügelkante verläuft. Das erleichtert das Tuning.
Allgemeine Hinweise:
Verlängerung des Flügels um 13 mm ergibt mehr Drehmoment, macht ihn leichter werfbar, verkleinert den Flugkreis.
Über den Daumen: für jeden mm Materialstärke mehr, die Flügellänge um 13 mm, die Flügelbreite um 6,5 mm vergrößern.
Man kann das Grunddreieck kleiner Zeichnen für einen guten Doubler oder für 'count up'. Aber das verkleinert auch den Flugkreis.
Wenn man das Dreieck größer zeichnet und die Flügellänge beibehält, vergrößert man den Flugkreis, verringert aber das Drehmoment.
Größere Flügelbreite ergibt weniger Auftrieb, größeren Flugkreis und mehr Trägheitsmoment. Schmalere Flügel geben mehr Auftrieb, größeres Drehmoment und Widerstand, aber einen kleineren Flugkreis.
 
Gestaltung der Flügelenden:
Rundlich erweiterte Flügelenden sowie vorwärts bzw. rückwärts gerichtete Flügelenden ändern die Größe des Auftriebs am Flügelende in Beziehung zum Flügel. Die Enden sind die Teile des Bumerangs, die sich am schnellsten bewegen, und hier sind die Luftkräfte am wirksamsten. Ich stellte einen Dreiflügler her, dessen Flügel an den letzten 16 mm kein Profil mehr bekamen. Er benötigte einen sehr kräftigen Abwurf, flog horizontal, 22 - 25 m weit und unter 4 Sekunden. Nachdem ich an jedes Flügelende ein Profil angeschliffen hatte, flog er weit unter 20 m, benötigte weniger Abwurfkraft und kam dennoch hoch über dem Kopf zurück.

 
Mit diesen Grundformen sollte man beginnen und Änderungen gleich draußen vornehmen. Vergleichen kann man aber nur bei idealen Windbedingungen:
Tuning des Fast Catch:
Der ideale Flug eines Fast-Catch-Dreiflüglers erfordert die Ausgewogenheit zwischen Auftrieb, Drehmoment, Luftwiderstand, Geschwindigkeit und spin. Voraussetzungen dafür sind: gleichmäßiger Wurf und konstanter Wind. Jede größere Abweichung kann verheerende Ergebnisse haben. Für günstige Winde kann man ja nur beten, aber mit einem selbstgebauten Gerät wird man einen individuellen Wurfstil entwickeln - ein schöner Luxus. (Nicht vergessen: Aufwärmen vor dem Fast Catch-Werfen und Augen und Hände schützen!)
Grundsätzlich: Auftrieb und Drehmoment bestimmen, wie hoch und knapp der Flug sein wird. Widerstand erlaubt dem Werfer einen Abwurf mit größerer Kraft, wobei der Bumerang seine Flughöhe beibehält; er kann ihn aber auch zum Absturz bringen.
Alle Kräfte sind wechselseitig aufeinander bezogen. Man kann nicht einen Faktor verändern, ohne die anderen zu beeinflussen.
Die Fast Catch Bumerangs benötigen einen sehr kräftigen Abwurf, einen Neigungswinkel von 0 Grad und 90 Grad Luvwinkel.
Die folgenden Tuning-Hinweise (mit Ergänzungen von Chet Snouffer) umfassen Maßnahmen von geringer bis zu starker Wirkung. So können etwa die Änderung des Anstellwinkels und/oder der V-Form eines oder mehrerer Flügel den Bumerang-Flug vollständig verändern.
(Robert empfiehlt,die folgenden Hinweise für die Bumerangtasche zu kopieren.)
Übersetzung: wb
 

 
   
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