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Bumerangs hören

Für einen Wettbewerb, bei dem Bumerangs mit verbundenen Augen zu werfen und zu fangen sind, benötigt man ein Gerät, welches Laut gibt, wenn es fliegt. Besonders in der Fangphase sollte das Ding hörbar bleiben.
 
So kommt nur die Verwendung eines Geräuschgenerators in Frage. Da ich aus Texas kein solches Stück bekam, habe ich selbst Hand angelegt. Kurz gesagt: Ich habe einen 'Summer', zwei aufladbare 1,2 V Akkus und einen Mikroschalter zusammengelötet und im Zentrum eines dreiflügligen NERF-Bumerangs untergebracht.
 
Bautips
An Material benötigt man:
Einen sogenannten Summer, der in Wirklichkeit piept, aber trotzdem nicht Pieper heißt. Durch einen Kondensator piept er in kurzen Intervallen. Dies ist für die 'Ortung' nach Gehör wohl vorteilhaft.
Zwei kleine Akkus, 1,2 V, mit Lötfahnen geben, wenn sie aufgeladen sind, genügend Musik für den Krachmacher. Ein kleiner Schiebeschalter spart Energie und Nerven, weil er wirklich nur beim unmittelbaren Gebrauch in Aktion tritt. Als Werkzeug reichte mir ein Lötkolben mit Zinn usw. und mein höllisch scharfes (Schweizer) Taschenmesser.
 
Mit dem Messer habe ich die Löcher bzw. Aushöhlungen in den weichen Schaumstoff geschnitten und die Drähtchen auf die passende Länge gebracht. Nachdem die Abstände der Bauteile durch die Vertiefungen im Bumerang definiert waren, wurden diese vier Teile entsprechend dem wenig aufregenden Schaltplan zusammengelötet und im Bumerang versenkt (s. Zeichnung der Anordnung).
 
Sinnvoll ist bei den Batterieschlitzen eine konische Schnittführung - wie bei einer Schwalbenschwanznut (s. Skizze). Das Material muß dann vorsichtig ausgegraben werden. Durch diese Maßnahme werden die kleinen Akkus ohne Klebestreifen im Schaumstoff gehalten.
 
Um die Batterien nachzuladen, braucht man nur mit je einer Krokodilklemme an die äußeren Pole zu gehen und sie mit einem kleinen Ladegerät zu verbinden. Der Schalter bleibt natürlich dabei auf AUS! Beim Laden muß allerdings beachtet werden, daß die kleinen Dinger eigentlich nur 15 mA benötigen. Ladegeräte für Mignongröße mit ca. 40 mA wirken dann als Turbolader: 5 Stunden Ladezeit reichen dann gewiß (statt 14 sonst).
 

Den Schaumstoffbumerang, der die ganze Apparatur bestens trägt, habe ich unter der Best.Nr. BU 3 bei der Firma Grenzland-Sport in 4050 Mönchengladbach 1, Postfach 34, Tel. 02161/44800 bekommen, nachdem ich das bekannte Modell (leider nur RH) in keinem mir bekannten Laden gefunden hatte. Sammelbestellungen sind gewiß sinnvoll, da sonst ein Kleinstmengenzuschlag fällig wird.
 
Welche Leserin, welcher Leser berichtet uns über Erfahrungen bezüglich des Erwerbs und der Verwendung verschiedener Summer (Typen, Bezugsquellen, Stromverbrauch, Tonhöhe und -Intervalle, Gewicht, Anbringungsstelle u. dergl.)? Ebenso ist die Leserschaft bestimmt interessiert an Plänen und Materialien(!) für weitere taugliche Bumerangs (indoor wie outdoor).
em
 
Brauchbare Schaumstoff-Bumerangs gibt es in den USA, z.B. den Fun-Fly von Eric Darnell und den Zoomerang (Vierflügler). Als Signalgeber scheint mir ein Piezo-Piepser am besten geeignet zu sein. Er ist leicht, laut und verbraucht nur wenig Strom (ca. 5mA). Erhältlich in Elektronik-Läden oder im Versandhandel (Conrad, Völkner etc.)
gb

 
   
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