Editorial
tri-Fly
Profile
Weitwurf-Rekord
Rekorde/Spoprt
Untertassen-Effekt
Leserbrief
Bumerangs hören
Im Westen nichts Neues
Veranstaltungen
Interview Frido
 
Zurueck   Back

Nach Amerika, der Bumerangs wegen

Der in Hamburg frisch gebackene Weltmeister Fridolin Frost war kurz nach diesem Erfolg mit Gregg Snouffer und Garry Broadbent nach Amerika gejettet. Natürlich ging es dabei um das Thema Bumerangs.
 
 
BW: Fridolin, wie hat sich dein Trip in die Staaten dieses Mal abgespielt?
FF: Ich war zuerst einmal Gast, Kinderbetreuer, Bumerangbauer und -showteilnehmer im Hause Broadbent. Garry hat einen ganzen Stall voll Kinder, da ist der Tagesablauf ganz schön chaotisch.
 
BW: Was heißt Bumerangshow?
FF: In Amerika sind die sogen. 'Art- & Craftshows' sehr beliebt. Auf solchen Messen mit breiter Publikumsstreuung bieten Garry und andere Leute gerne ein Programm mit Schauwerfen und Bumerangverkauf an. Hierbei habe ich ihm geholfen.
 
BW: Hat dein neuer Titel dabei genützt?
FF: Ich denke schon.
 
BW: Was hat eure Fahrt nach Kanada zu John Cryderman ergeben?
FF: Ich bin mit Garry und Chet Snouffer nach Chatham, Ontario gefahren, um das Wurffeld zu sehen und genaueres zum Stand der Planung zu hören. Denn auf der Weltmeisterschaft in Hamburg waren die Informationen dazu noch nicht so genau, und ich wollte mir wegen der kursierenden Gerüchte selber ein Bild machen.
 
BW: Welchen Eindruck hast du denn mitgenommen?
FF: John scheint mir absolut redlich und begeistert an die Sache herangegangen zu sein. Es wäre niemals nur ein bißchen Bumerangwerfen auf einer Holzmesse geworden, sondern es hätte schon eine toll organisierte Weltmeisterschaft ergeben. Immerhin hatte John Coca Cola als Sponsoren gewonnen, und er wollte die Teilnehmer mit den zu erwartenden Geldern je nach Anreiseweg unterstützen.
 
BW: Und warum ist das ganze nach all den Ankündigungen nun ins Wasser gefallen?
FF: Es klingt lächerlich. Es stimmt aber wohl wirklich: Wir hatten John überzeugt, daß sein ursprünglich ausgesuchtes Wurfgelände zu klein und zu ungünstig für eine WM sei. Das verbliebene Idealgelände gehört aber der Bezirksregierung. Die hat nun mit abenteuerlichen Begründungen (sie wisse ja gar nicht, wer da eingeladen wird...) die Benutzung verweigert. Das ganze ist somit für dieses Jahr gestorben, obwohl der Bürgermeister von Chatham und die Gemeinde begeistert zugestimmt haben.
 
BW: Kritische Stimmen hierzulande äußerten sich ja skeptisch über die 'Fund Raising'-Methoden, also die Art und Weise Geld aufzutreiben.
FF: Dazu muß man wissen, wie enthusiastisch John zu allem was mit Bumerangs zu tun hat steht. Er sagt, Bumerangs hätten sein Leben verändert. Alles was er mit großer Energie in dieser Hinsicht betreibt ist grundehrlich zu sehen. Die Al Gerhards Nachbauten, die Reprints von Büchern und Zeitschriften, die Rohlinge, alles sollte ausschließlich den Teilnehmern zugute kommen und keinesfalls seiner Bereicherung dienen, wie ich es auch schon mal gehört habe.
 
BW: Na, vielleicht klappt es ja 1995...
FF: Schön wär´s. Es würde sich allein schon wegen der Medaillen lohnen: Immerhin hat John die Herstellerfirma für Olympiamedaillen ausfindig gemacht. Er schreckt da vor nichts zurück.
 
BW: Die Saison war da drüben doch noch nicht ganz zu Ende.
FF: Richtig, Dennis Joyce hatte noch einen Wettbewerb in Hampton/Virginia organisiert. Dort traf ich auch John Flynn, der in Hamburg nicht dabei war.
 
BW: Und gewonnen hat ...
FF: ...Fridolin Frost vor Gregg Snouffer. Ich habe dann auch noch einen persönlichen (und Europa-) Rekord im Juggling mit 353 Fängen aufgestellt.
 
BW: Gratulation!
FF: Danke. Die Amerikaner machen sich im Augenblick Gedanken, wie das Regelwerk für Juggling verändert werden könnte. Im Gespräch sind entweder eine Zeitbegrenzung auf 5 Minuten oder eine Flächenbegrenzung auf z.B. einen 100m-Kreis.
 
BW: Mit Gregg bist du dann noch nach Florida gefahren.
FF: Ja, in Florida haben wir auf zwei weiteren Art- & Craftshows gut verdient. Allerdings schluckte ein Auffahrunfall einiges der Einnahmen. Wenn man aber sieht, was der Hurrikan Andrew für Verwüstungen hinterlassen hat, wird man ganz bescheiden.
em

 
   
  Zurueck   Back