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Verschiedenes

Gewichte
Sean Slater, Generalsekretär der British Boomerang Society, hatte in dem von ihm herausgegebenen Journal vor der Verwendung von Blei gewarnt. Viele seiner Leser brachten jedoch zum Ausdruck, daß sie weiterhin Blei verwenden werden, zumal die kritische (gesundheitsschädigende) Menge aufgenommenen Staubs unbekannt sei. Dennoch hat Sean eine kleine Liste spez. Gewichte zusamengestellt und sie teilweise auf Blei (11,3) bezogen. Mich hat seine Aufstellung veranlaßt, wieder zu meiner 8 mm Messingstange zu greifen, bei Bedarf etwa 7 mm lange Scheiben abzusägen, die eine Kante zu entgraten, sie mit Hilfe eines Puders ohne Leim in das 8mm Loch zu treiben und anschließend plan zu schleifen.
Stahl: 7,8 (= 69% von Blei)
Kupfer und Nickel: 8,9 (=79% von Blei)
Messing: 8,5 (=75% von Blei)
Einige weitere Angaben:
Sperrholz: 0,6-0,7
Aluminium: 2,7
Pertinax: 1,36
Gold: 19,3
Silber: 10,5 (für den Cryderman-Bumerang)
 
Ausstellung
Musee Historique du Boomerang et des Jets de Bois, 1, rue Henry Marsot, 70200 Lure, Tel. 84 62 80 00.
Die Collection Jaques Thomas enthält 350 Ausstellungsstücke, dazu Dokumente.
Öffnungszeiten 1993: vom 16. Mai bis 18. Oktober jeweils von 10-12 und 14-18 Uhr. Eintritt 15F, Kinder und Gruppen 10F.
wb
 
Definition
Jearl Walker schreibt in seinem schmökernswerten Buch 'Der fliegende Zirkus der Physik - Fragen und Antworten' Oldenbourg ‘92 ISBN 3-486-22153-1, zum Thema Bumerang:
'Ein Bumerang für Rechtshänder wird in einer senkrechten Ebene geworfen und dreht sich um eine waagerechte Achse. Da es sich um einen Flugkörper handelt, erfährt er einen seitlichen Auftrieb. Dieser ist an der oberen Hälfte stärker als an der unteren, weil sich die obere Hälfte in derselben Richtung dreht, in der der Bumerang fliegt, die untere Hälfte jedoch entgegengesetzt. Dies bewirkt ein Drehmoment, durch das sich der Bumerang schräg stellen müßte; er erfährt jedoch statt dessen eine Ablenkung nach links und fliegt weiter in der Senkrechten. Erhält der Bumerang eine genügend große Ablenkung, wird er auf seinem Flug einen vollen Kreis beschreiben.'
em
 
Computer
Unser Leser Dr. E. Duda schickte uns zwei Programme mit ausführlicher Dokumentation, mit deren Hilfe ein Werfer auf Wurfgenauigkeit geprüft und abschließend beurteilt werden kann. Sie wurden für einen programmierbaren Taschenrechner CASIO FC 7500 G geschrieben. Wem ein solches Gerät zur Verfügung steht, kann sich bei Interesse mit Dr. Duda in Verbindung setzen.
Dr. Ernst Duda
Paletzgasse 17
A-1160 Wien
gb
 
Aufgelesen
FL0W
Oft werden wir gefragt, warum das Bumerang-Werfen für uns so attraktiv ist . Der 'Spiegel' Nr. 53/92 zitiert auf S. 72f. aus der Glücksforschung des ungarischen Psychologen Csikszentmihalyis über eine Methode, länger anhaltenden(s) Flow (=Glücksgefühl) herzustellen:
 
"Hochkonzentrierte Tätigkeiten vermögen die Produktion energetischer Glücksstoffe immer wieder von neuem anzutreiben. Die Handlung trägt das Individuum durch einen Zauber weiter. 'Deine Energie fließt sehr leicht', so eine Tänzerin. 'Die Konzentration ist wie das Atmen', so ein Schachspieler. 'Man wird eins mit dem, was man tut, ein Fleisch', so ein Motorradfahrer.
 
Bewußtsein und Handlung verschmelzen, und in dieser Selbstvergessenheit verlieren sich alle Sorgen. Charakteristisch ist nach Csikszentmihalyis' Recherchen, daß die Aufmerksamkeit wie ein Fokus auf ein begrenztes Feld von Stimuli gerichtet ist. Das Individuum erlebt den Genuß, daß es sein Gebiet, gegenwärtig seine ganze Welt, völlig unter Kontrolle hat und klare Rückmeldungen über den Erfolg erhält.
 
Dabei spekuliert es nicht auf irgendeine Belohnung oder Anerkennung von außen, es steht auch nicht unter dem Diktat einer preußischen Pflicht, sein Erfolg ist allein das Gelingen der Handlung und der Durchbruch zu seinem selbstgesetzten Ziel, das Csikszentmihalyis ‘autotelisch´ nennt."
(aufgelesen von w.b.)
 
Vereisung
...am fliegenden Bumerang
Werner Klöden (Vierländer Weg 4, 2057 Reinbek) berichtet von einer überraschenden Erscheinung beim Bumerang- Werfen:
'...Das Wetter war trübe bis leicht neblig, die Temperatur gerade über 0ºC, der Boden feucht, und es wehte ein mäßiger, leicht böiger Wind. Als ich den Bumerang nach vorhergegangenen Bodenlandungen gefangen hatte, wollte ich Lehmreste von den Armenden abwischen - ohne Erfolg.... Ich stellte zu meiner Überraschung fest, daß sich der Lehm unter einer hauchdünnen Eisschicht befand, mit der die Armenden überzogen waren! Ich hatte mit Handschuhen geworfen und deshalb die Tragflächenvereisung vorher nicht bemerkt. ... Auch nach Auftauen und Abwischen bekamen die Armenden wiederum eine dünne, glasklare Eisschicht. Eine Beeinträchtigung des Flugverhaltens habe ich durch die Vereisung nicht feststellen können...'
 
Bei Verkehrsflugzeugen kann die Beeinträchtigung des Flugverhaltens zum Absturz führen; deshalb werden heute bei gefährdenden Wetterlagen (Temeratur um 0ºC, Nebel oder Regen) die Tragflächen der Flugzeuge mit Chemikalien besprüht (Harnstoff + Glykol). Sie senken den Gefrierpunkt des Wassers auf -10º bis maximal -59ºC herab. Die JU 52 hatte an den Flügelnasen und an den Propellervorderkanten Gummi-Auflagen, die mechanisch gezerrt werden konnten. Dadurch wurde das Eis gesprengt.
 
Ich habe das Vereisungsphänomen nach einem Versuch im Physik-Unterricht begriffen: Der demonstrierende Lehrer hatte ein mit Wasser gefülltes Glas in eine Kältelösung gestellt, Kochsalz mit Eisstückchen. Das ins Glas gestellte Thermometer zeigte die Temperatur an, die allmählich unter 0ºC sank, ohne daß das Wasser gefror. Als der Lehrer (bei etwa -3º) das Glas rüttelte, gefror der Inhalt mit einem Schlag zu einem kleinen Eisblock.
wb
 
Erfinder
Nachtrag zum Artikel 'Müssen wir umdenken?' in der Bumerang Welt Ausgabe I/93
Diese Mitteilung richtet sich an diejenigen Leser, die vielleicht weniger an meiner 'Profil-Neurose', als an der korrekten Abfassung von Gebrauchsmusterschriften interessiert sind. Die sogenannten 'Ansprüche' (Schutzansprüche) sind vom Patentamt (ausgerechnet während der Drucklegung o.a. Artikels) kritisiert worden (Formfehler). Die Aushändigung der Urkunde wurde zunächst ausgesetzt.
Die drei 'Ansprüche' wurden daraufhin von mir gestrichen und durch einen einzigen Hauptanspruch ersetzt:
 
'Stufenprofil (Schichtprofil) für Flugkörper, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Profil, zumindest bei bestimmten Flugkörpern (z.B. Bumerangs), aus z.B. mehreren gesägten oder gestanzten Schichten geeigneten Materials wie z.B. Holz oder Kunststoff besteht, wobei die Schichten z.B. durch Verkleben oder Vernieten so aufeinander gefügt werden, daß das Profil dabei seine stufenförmige Ausbildung erhält.'
 
Diese Fassung wurde jetzt akzeptiert, die Eintragung vorgenommen und die Urkunde inzwischen ausgehändigt.
Michael Kandl
Kussmaulstr. 58
7800 Freiburg i.Br.

 
Berichtigung
Im Text zum Bauplan des Weitwurf-Bumerangs von Michel Dufayard in BW I/93 hat sich leider ein Fehler eingeschlichen. Die Bleigewichte müssen ausschließlich auf die Unterseite des Bumerangs geklebt werden. In Shrewsbury hat Michel seinen Weltrekord (bei viel Wind) mit 21g am Ende von Arm 1 und 3g am Ellbogen aufgestellt. Bei wenig Wind verwendet er 14g an Arm 1 und 3 g am Ellbogen und hat so auch bei wenig Wind schon über 140m geschafft.
gb
 
Aus dem DBC-Info 41 (März 93):
 
Clubgründung
Es gibt einen neuen Bumerangclub in der Republik. Die Gründungsmitglieder Michael Groth, Axel Heckner und Thomas Szartowicz haben den Gießener Bumerangclub ins Leben gerufen. Am 23./24. Mai wird ein Sommerfest veranstaltet, Clubtraining findet jeden Sonntag um 13.00 Uhr statt. Genauere Infos gibt´s bei
Michael Groth, Tel. 0641/22420
 
Weitwurf
1992 war wohl das Jahr der weiten Würfe. Hier die besten drei:
1) 149,10 m (Michel Dufayard in Shrewsbury)
2) 144,50 m (Michel Dufayard in Sedan)
3) 121,80 m (Ranaud Breton in Sedan).
 
Das DBC-Info kann zum Einzelpreis von 9.-DM bezogen werden bei
Ulrich Lessel
Keltenstr. 52
6700 Ludwigshafen
gb

 
   
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