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Glasfaser/Metall - Composite Bumerangs

von Georgi Dimantschev, Sofia

 
In diesem ersten Teil seines Beitrages gibt uns Georgi Einblicke in seine Bumerangwelt, um uns Anteil nehmen zu lassen und - natürlich - um sie durch Nachbau zu adaptieren, soweit wir das wollen. Leider sind wichtige technische Hinweise (z.B. das Aufbringen der Metallfolie) hier nicht erklärt. Auch müßte noch abgeklärt werden, inwieweit eine 0,05 mm starke Folie den Bumerang zu einem Metallbumerang macht, der ja in Wettkämpfen nach dem Regelwerk des DBC nicht verwendet werden darf. (wb)
 
'...Nach der Weltmeisterschaft in Hamburg habe ich in etwa 3 Monaten über 100 Modelle aus finnischem Birkensperrholz (4-6mm) und aus Pertinax (3,18 mm) gebaut. Im Dezember ´92 begann ich mit V-Bumerangs aus 2,1mm Glasfaser-Epoxyd Material, beidseitig mit Kupferfolie 0,05 mm bedeckt. Die MTAs hingegen wurden aus ähnlichem Material in nur 1,1 oder 1,5 mm Stärke und mit nur einer Metallschicht oben gefertigt.
 
Beim Planen neuer Modelle beachte ich folgendes:
 
das Flächengewicht (1 cm²) der einseitig mit Metall beschichteten 1,5mm starken Glasfaserplatte beträgt 0,285g - bei 2,1mm Glafaser u. beidseitig Metall 0,385g. (Zum Vergleich: 3,18mm Pertinax 0,415 g.)
Breite der Arme: 20 - 30mm, damit das Verhältnis zwischen Profilstärke zu Profiltiefe zwischen 0,10 bis 0,06 bleibt; das ist aus aerodynamischen Gründen optimal.
Die Gesamtfläche des Bumerangs soll so ausgelegt sein, daß das Verhältnis Masse zu Gesamtfläche 0.30 bis 0.35 g/cm² beträgt. [Anm.: Meine Lieblings-bumerangs liegen zwischen 0,4 und 0,5 g/cm². -gb-]
 
Die Form beeinflußt das Drehmoment, die Wurfentfernung und die Abhängigkeit von der Windstärke. Ich habe fast alle Formen gebaut und getestet (V, Trapezoid, Omega, Keyhole, verdeckter Dreiflügler, 3- und 4-Flügler. Mit einigen V- und Trapezoid-Bumerangs, die nur 32-38g wiegen, kann ich bei bis zu 8 m/s Wind (nicht Windstärken!) bis zu 50 m weit werfen und im 10-m-Kreis fangen.
(Mit 3 V-Bumerangs, Masse nur 23 - 26 g warf ich bei 6 m/s Wind über 60 m).
 
Zum Abwurf:
1. Pinch Grip
2. Luvwinkel : 45º, +/- 5º
3. Neigungswinkel: 10-20º
4. Aufstiegswinkel: 10-20º
5. Keine Angst beim Fangen; die Rotationsgeschwindigkeit ist nach dem Hover nicht mehr groß.
 
Die wichtigsten Vorteile der GF/M-Bumerangs:
1. Sie sind nahezu unzerbrechlich.
2. Keine Veränderungen durch Feuchtigkeit und Sonnenbestrahlung.
3. Leicht und kompakt.
4. Man kann sie mit zwei Fingern unmittelbar vor dem Werfen tunen.
5. Hervorragende Windeater.'
 
Georgi D. Dimantschew
Hipodruma 139 A-A-23
1612 Sofia, Bulgarien

 
Baupläne auf der nächsten Seite
 
Zum Material:
Was Wilhelm beim Schreiben seines Vorwortes offenbar nicht bekannt war: Das Material muß nicht extra hergestellt werden - es ist in jedem Elektronik-Fachhandel erhältlich.
Man benutzt es als Basismaterial für die Herstellung elektronischer Leiterplatten. Auf eine, meist 1-2mm starke, Pertinax- oder Glasfaserplatte ist ein- oder beidseitig eine Kupferschicht von meist 35µm aufgedampft. Wer einmal mit solchem Material experimentieren will, kann Platten bis 20x30cm im Elektronik-Handel oder Versand (Conrad, Völkner) für etwa 9.-DM bekommen. Größere Platten sind nur über den Großhandel erhältlich. Häufig sind die Platten zusätzlich mit fotoempfindlichem Lack beschichtet was den Preis erhöht, für unsere Zwecke aber unnötig ist.
gb

 
   
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