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Beginner´s Corner

Disziplinen: Fast Catch + Endurance

1. Fast Catch

Man braucht:
Einen Kreis mit 2m und einen mit 20m Radius um einen gemeinsamen Mittelpunkt, drei Zeitnehmer, möglichst viele Linienrichter.
 
Die Regeln
Ziel ist es, einen Bumerang in möglichst kurzer Zeit 5 mal zu fangen, egal wie oft man werfen muß - d.h., läßt man einen fallen muß man eben einmal mehr werfen. Zeitbegrenzung: 1 Minute. Es wird aus dem 2m-Kreis geworfen. Der Bumerang muß bei jedem Wurf den 20m-Kreis überqueren, also weiter als 20m (eigentlich nur weiter als 18m) fliegen. Beliebter Streitpunkt ist, ob der letzte Fang zählt, wenn er vor Ablauf der 60 Sekunden abgeworfen aber erst danach gefangen wird. Besser vorher mit dem Schiedsrichter klären. Die Linienrichter überwachen die Reichweite des Bumerangs und signalisieren ausreichende Weite durch Handheben. Erfolgt der letzte Fang außerhalb des 2m-Kreises, muß man in diesen zurücklaufen, erst dann endet die Zeitnahme. Der Fang ist ungültig, wenn man den 2m-Kreis übertritt, der Bumerang den 20m-Kreis nicht überfliegt oder vor dem Fang den Boden berührt. Der Bumerang darf gewechselt werden, wenn der zuletzt benutzte (oder bei Bruch ein Teil davon) im 2m-Kreis abgelegt wird. Es finden zwei Durchgänge statt.
 
Strategie
Wer noch wenig Wettkampferfahrung hat, sollte einen Bumerang nehmen, der deutlich über 20m fliegt und den er gut im Griff hat, er muß nicht unbedingt sehr schnell sein. Wichtig ist gerade für Anfänger, überhaupt 5 Fänge in 60 Sekunden zu schaffen. Wenn der erste Durchgang gut gelaufen ist, kann man den zweiten ja immer noch mit einem schnellen 'Rasenmäher'-Bumerang versuchen.
 
Abwerfen sollte man nicht aus der Mitte des 2m-Kreises sondern vom Rand (in Wurfrichtung gesehen etwa bei '11 Uhr'). Aber Vorsicht: Nicht den 2m-Kreis übertreten (siehe oben).
 
Schönwetterwerfer müssen daran denken, daß sich die Reichweite bei Wind dramatisch verkürzen kann. Ich kann daher nur dringend empfehlen, bei jedem Wetter zu trainieren und von einem Helfer regelmäßig die Reichweite feststellen zu lassen. Bei Wind muß man i.A. auch höher abwerfen, was die Reichweite weiter verkürzt.
 
'Hardware'
Dreiflügler sind grundsätzlich vorteilhaft, da man nicht erst den richtigen Wurfarm suchen muß, was die Umsetzzeit verkürzt. Wer aber auf einen passenden Zweiflügler gut eingeworfen ist, sollte den ruhig verwenden.
 
Wer sich schon sicherer fühlt bzw. einen guten ersten Durchgang im Kasten hat, kann nun zu schneller Hardware greifen.
 
Grundsätzlich kann man zwei Arten unterscheiden:
 
1) Schnell fliegende, wenig abbremsende Geräte, die wenig Kraft brauchen und
 
2) stark abbremsende Geräte, die entsprechend kräftig geworfen werden müssen.
 
Um bei weniger kräftigem Wurf auf gute Zeiten zu kommen, bleibt eigentlich nur der erstgenannte Typ. Diese Geräte sind meist aus dünnem Material (3-4mm), vertragen praktisch gar keinen Wind und müssen sehr genau geworfen werden. Weiterer Nachteil: Greift man beim Fang daneben, fliegt das Teil noch 10m oder mehr, und man verliert viel Zeit beim Zurückholen.
 
Wesentlich sicherer und windstabiler ist der zweite Typ. Es sind meist Geräte aus dickerem Material (5-6mm), häufig mit Löchern, Bremsklappen etc. versehen. Sie bremsen so stark ab, daß sie dem Werfer sozusagen in den Schoß fallen. Im Idealfall nehmen sie auch leichte Wurffehler nicht krumm, sondern kommen immer noch irgendwie zurück, ohne über den Kopf wegzufliegen oder vorher abzustürzen. Ich kann nur empfehlen, auf solche Geräte umzusteigen.
 
Ein Bumerang, der gut 20m, tief (aber nicht zu tief!) und ohne Schwebephase fliegt und nur bei sehr kräftigem Wurf vollständig zurückkommt, ist ein gutes Trainingsgerät. Damit sollte man so lange üben, bis man ihn ohne Anstrengung herum bekommt und dann das Abbremsen durch Bremsklappen o.ä. weiter verstärken.
 
Grundsätzlich warne ich, schon wegen der erhöhten Verletzungsgefahr, vor Bumerangs mit messerscharfen Kanten. Die Hinterkanten meiner Fasties haben meistens etwa halbe Materialstärke! Hier noch ein gutes Ausgangsprofil für 5mm Sperrholz:

2. Endurance

Da Endurance ja eine Art Dauer-Fast-Catch ist, stelle ich es noch im Schnelldurchgang vor.
 
Die Regeln
Der Bumerang muß innerhalb von 5 Minuten möglichst oft gefangen werden. Alles andere (gültige Fänge, Reichweite etc. wie bei Fast Catch).
 
Strategie/Hardware
Ebenfalls wie bei Fast Catch. Es sollte hier ganz besonders ein sicheres Gerät gewählt werden, daß allerdings nicht unbedingt die maximale Kraft erfordert - man muß immerhin 5 Minuten lang durchhalten.
 
Das Wichtigste: Ruhe bewahren und nicht hektisch werden! Ich habe bei Endurance schon alle Fehler gemacht, die mir mit klarem Kopf nie passiert wären. Ein nicht gefangener Bumerang, den man vom 20m-Kreis zurückholen muß, kostet viel mehr Zeit als kurzes Überlegen und Konzentrieren vor dem Abwurf!
 
Viel Erfolg im Wettkampf! In der nächsten Ausgabe stellen wir die Disziplin Australische Runde vor.
gb
 
Abbildung: FC-Profil
Die Kanten sind hier übertrieben eckig dargestellt, um die Materialabnahme deutlich zu machen. Sie sollten natürlich leicht gerundet werden. Je weniger an der Vorderkante von oben weggenommen wird, umso mehr bremst der Bumerang. Bei Bedarf (Reichweite zu groß) kann auch leicht gehöhlt werden.

 

Chatham Wood Show

Die WM in Kanada ist zwar ausgefallen, die 'Chatham Wood Show' fand aber wie geplant und bereits zum dritten Mal statt. 13 Bumerangs wurden beim 'design contest' nach Schwierigkeitsgrad der Herstellung, Oberflächengestaltung, Design etc. bewertet. Den ersten Platz teilten sich 'zwei Schweden': Jonas Romblad mit seinem Eagle Intarsienbumerang (Titelbild BW 4/91) und der aus Schweden stammenden Amerikaner Fred Malmberg mit einer ganzen Serie von überblatteten Edelholzbumerangs. Den zweiten Platz belegte Ted Bailey (USA), ebenfalls mit mehreren überblatteten Bumerangs.
 
Neben dem Wettbewerb wurde noch ein, von Veranstalter John Cryderman hergestelltes, Riesen-Laminat (ein überdimensionaler Big Al Hook) versteigert. Das Gerät war Ken Farr (USA) immerhin 525$ wert, die aber nicht in John Crydermans Tasche sondern nach Japan, zur Unterstützung der WM ´94, fließen.
gb

 
   
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