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Beginner´s Corner
Disziplin: Genauigkeitswerfen
Das „Annäherungswerfen” oder Accuracy findet man in letzter Zeit wieder häufiger im Programm vieler Wettkämpfe. „Accuracy kann man nicht trainieren” hat Uli Konzelmann einmal zu mir gesagt - ich meine, man kann doch! Aber zuerst die Regeln.
 
Man braucht:
Kreise mit 2,4,6,8,10 und 20 m um einen gemeinsamen Mittelpunkt (siehe Abbildung), 3 Linienrichter am 20m-Kreis und einen Schiedsrichter.
 
Die Regeln:
Geworfen wird aus dem 2m-Kreis (dem „Bullseye”). Der Bumerang muß den 20m-Kreis überfliegen und möglichst genau zurückkehren. Er darf nicht gefangen oder nach dem Abwurf berührt werden! Es werden Punkte für die Genauigkeit nach folgendem Schema vergeben (wie bei Aussie Round, siehe ebenfalls Abbildung):

Im 2m-Kreis: 10 Punkte, auf der 2m-Linie: 9 Punkte.
Im 4m-Kreis: 8 Punkte, auf der 4m-Linie: 7 Punkte.
Im 6m-Kreis: 6 Punkte, auf der 6m-Linie: 5 Punkte.
Im 8m-Kreis: 4 Punkte, auf der 8m-Linie: 3 Punkte.
Im 10m-Kreis: 2 Punkte, auf der 10m-Linie: 1 Punkt.
Entscheidend ist dabei, wo der Bumerang endgültig liegenbleibt, nicht die erste Bodenberührung! Wird der Bumerang nach dem Abwurf berührt (oder gar gefangen), überfliegt er nicht die 20m-Linie oder wird beim Abwurf der 2m-Kreis übertreten, gibt es keine Punkte.
 
Es findet ein Durchgang mit 5 Würfen statt (meist in Werfergruppen die sich reihum abwechseln), die Punkte der 5 Würfe werden addiert. Es sind also maximal 50 Punkte zu erreichen. Der derzeitige Weltrekord liegt bei 49 Punkten (Philippe Picgirard, Evry 1990; in Abondance 1993 ebenfalls erreicht von Uwe Niederstraßer und Jürg Schedler).
 
Hardware:
Der Bumerang sollte die 20m möglichst knapp überfliegen (Reichweiten-Verringerung bei Wind beachten!) und zum Schluß sehr stark abbremsen (vor allem die Fluggeschwindigkeit). Zweiflügler werden ebenso verwendet wie 3- und 4-Flügler. Ich verwende gern Dreiflügler, die (je nach Wind) etwa in Armmitte beschwert (5-10 Pfg.-Münzen) und von oben mit Bremsklappen bestückt werden. Mit einigem Experimentieren findet man sicher eine für die eigene Wurfkraft passende Kombination heraus. Wenn das Gerät von oben und mit sehr niedriger Drehzahl herunterfällt, ist es ideal.
 
Wurf:
Besonders bei Accuracy ist eine Fähigkeit besonders wichtig: Die Drehzahl von der Abwurfgeschwindigkeit getrennt steuern zu können. Ein Bumerang, kräftig, aber mit geringer Drehzahl geworfen, wird nie sehr genau zurückkehren. Für Accuracy ist ein Abwurf mit hoher Drehzahl, aber kontrollierter Geschwindigkeit günstig (natürlich nur, wenn der Bumerang genügend abbremst!). Man kann bei wenig Wind auch mit normalem Abwurf passable Ergebnisse erzielen (leicht sicheln, schlapper Abwurf). Bei stärkerem oder böigem Wind kommt man damit aber nicht weit. Um den richtigen „Dreh” herauszubekommen, ist eine übertrieben „Peitschenknall-artige” Handbewegung ein gutes Training. Hand mit Bumerang locker im Handgelenk herunterhängen lassen, ausholen, bei der Vorwärtsbewegung des Armes Handgelenk nach hinten knicken und im Abwurfmoment schlagartig nach vorne „schnappen”. Probiert´s mal aus!
Wurfrichtung, Neigungswinkel etc. sind vom verwendeten Gerät abhängig und können daher nicht allgemeingültig angegeben werden.
(gb)

 
   
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