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Jearl Walker
„Die Aerodynamik von Flugfrüchten”

Spektrum der Wissenschaft, Dez. 1981, S. 124 - 130
(Aus „Scientific American”, Okt. 1981)

Hinter der Überschrift verbirgt sich die Darstellung des Fluges vor allem der Ahornfrucht als Antwort auf die Ausgangsfrage: Wie kommt es, daß die Ahornfrucht unbeschleunigt sich drehend und mit konstanter Geschwindigkeit zu Boden sinkt. Zur Erklärung dieses Phänomens wählt der Autor zwei unterschiedliche Perspektiven:
Die des „ruhenden” Betrachters, der, abseits stehend , das Geschehen quasi von außen verfolgt, und die des mitfliegenden „Münchhausen”, der als Beobachter mitfliegt.
 
Nach Vorstellung der Fachbegriffe: Rotationsachse, Flügellängsachse, Profilsehne, Konizitätswinkel werden wichtige Funktionen erklärt: Wie wird der Anstellwinkel konstant gehalten? - Wodurch bleibt der Gleitwinkel konstant? - Wie wird aus der sich beschleunigenden Fallbewegung einer sich vom Baum lösenden Frucht der Rotationsflug mit konstanten Werten?
 
Als Antworten auf diese Fragen werden die Funktionskomplexe als „verblüffende Automatismen” erklärt. So bleibt z.B. der Anstellwinkel konstant durch das Wechselspiel zwischen Schwerpunkt und Druckpunkt. Abschließend werden Meßergebnisse an einer Ahornfrucht referiert. So liegen:
der Gesamtschwerpunkt höchstens 30% der Spannweite vom Samenende entfernt,
die Schwerpunkte der Flügelabschnitte zwischen 26 und 38 % der Flügelbreite von der Vorderkante entfernt.
Die Rotationsgeschwindigkeit beträgt 10 -12Hz (Hanson nennt für Bumerangs 10 Hz).
 
Für mich war der durch 13 Skizzen und 2 Stroboskop-Fotos ergänzte Text deshalb besonders spannend, weil mir zunehmend deutlicher wurde: Hier wird im Grunde auch etwas zum Flug von MTA-Bumerangs ausgesagt. Und ein Gedanke erfüllte mich: Wird es möglich sein, vor allem durch die Übertragung der angegebenen Gewichtsverteilung den Schwebeflug unserer MTA-Geräte zu stabilisieren?
 
Wir bitten Leser, die Versuche in dieser Richtung durchführen werden, uns Ergebnisse, auch Fehlschläge, mitzuteilen.
 
(wb)


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(gb)