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Das „Ende” des Bumerangfluges - wie geht es weiter?
(Zu Ulli Wegners Beitrag in 4/93)
Ulli wünschte zwar nicht, daß wir das Wort „Ende” durch „Schlußphase” ersetzen, aber wir meinen dennoch, daß ein neuer Impuls aus seinem Beitrag entstehen kann. Durch genaues Studium der Eingangsthese von Prof. de Groot nämlich und vor allem, indem wir Walkers´ Theorie über den Flug des Ahornsamens heranziehen (s. a. unsere Besprechung S. 9). Verwunderlich, daß sich noch kein MTA - Praktiker mit dem Flug des stabil und konstant drehenden und nur schwach sinkenden Ahornsamens befaßt hat. Jearl Walker hat es getan, 1981 schon. In seiner Arbeit findet sich auch eine Bestätigung der so paradox erscheinenden These de Groots; vor allem aber gibt er im Hinblick auf Gewichtsverteilung wichtige Hinweise, die praktisch auf Bumerangs übertragen und erprobt werden sollten. Die Flügelstummel der jüngst bekanntgewordenen Trilairs (Feilhauer, Dimantchev) stellen günstige Träger für das Ausprobieren einer neuen, den stabilen Schwebeflug fördernden Gewichtsverteilung dar.
 
Zunächst de Groot: Er spricht nicht davon, daß sich die Rotationsrichtung ändert; vielmehr spricht er von „gegen den Uhrzeigersinn gerichteten kreisähnlichen Flugbahnen”. Habe ich mir mit meinen Versuchslangfliegern angesehen. Sie bleiben gegen den Uhrzeigersinn rotierend, aber es findet eine zweite Rotationsbewegung statt: nämlich im Uhrzeigersinn um eine gedachte Senkrechte herum, langsamer als die Rotation des Bumerangs, aber in entgegengesetzter Richtung. Genau das hat auch Jearl Walker beobachtet, aber er hat es nicht zu begründen versucht. Von den Ahornsamen, mit denen er experimentiert hat, fliegen „... einige entlang einer Schraubenlinie, doch die meisten fliegen geradlinig zu Boden.” Da er von außen nicht erkennen kann, welche der beiden möglichen Flugbahnen sie nehmen werden, vermutet er „feine Unterschiede in der Form”. Wenn wir unseren MTAs eine Gewichtsverteilung geben, wie von Walker gemessen (s. Besprechung), müßte ein sicherer stabiler Schwebeflug in erreichbare Nähe rücken. Ulli hat ihn in seinem Beitrag beschrieben (BW IV/93, S.5, linke Spalte). Jearl Walker hat die Einzelfaktoren dargestellt. Also: Auf zu einer weiteren Steigerung der Flugzeiten!
(wb)