Editorial
Werfen bei Wind
AR Weltrekord
Fast Catch
FC Baupläne
Kurzmitteilungen
Faszination B'Werfen
MTA-Ballastierung
Maple Flyer
Masse verschieben
17-Min-MTA
Bemalen und Lackieren
Ranglisten
Veranstaltungen
 
Zurueck   Back
Faszination Bumerangwerfen
Was treibt 5 bis 75 jährige eigentlich immer wieder auf den Wurfplatz?

 
Wir BumerangwerferInnen hinterfragen und erforschen vieles rund um unser Lieblingsspielzeug: Wie schaffe ich es, daß mein Bumerang schneller, höher, weiter fliegt? Welche Formen, Profile, Materialien u.v.m. sind möglich?
 
Immer steht der Bumerang im Mittelpunkt unserer Betrachtungen, Tüfteleien und Forschungen. Heute möchte ich als neuen(?) Gesichtspunkt uns Werfern den Spiegel vorhalten und mich der Frage widmen: Wie kommt es, daß wir völlig unabhängig vom Alter jedoch offensichtlich geschlechtsabhängig) immer wieder Bumerangs zur Hand nehmen und sie wegwerfen, obwohl wir doch genau wissen, daß und auf welcher Flugbahn sie etwa zurückkommen. Warum wird dieser sich stets wiederholende Vorgang nicht langweilig?
 
Vereinfacht auf den Punkt gebracht heißt das: Worin steckt für jede(n) einzelne(n) von uns der Sinn des Bumerangwerfens? Was gibt uns das Bumerangwerfen? Schließlich wurde sich keine(r) von uns sagen lassen, daß Bumerangwerfen eine sinnlose Freizeitbeschäftigung - oder ?
 
Ich möchte mich der selbstgestellten Problematik von der sportpädagogischen Seite nähern. Zum einen hat Bumerangwerfen unstrittig etwas mit den Bereichen Sport, Spiel und Bewegung zu tun, zum anderen verstehe ich mich selbst als Bumerangsportler. Nicht zuletzt müssen sich auch oder gerade die Sportler nach dem Sinn ihrer Tätigkeiten fragen:
  • Warum versucht der 400m Läufer so schnell wie möglich einmal um den Platz zu sprinten, um dort anzukommen, wo er sowieso schon war?
  • Warum wirft der Speerwerfer sein Sportgerät immer wieder fort? Er muß es zumindest im Training doch nur wiederholen. Und wieso versucht er unter diesen Bedingungen den Speer auch noch besonders weit zu werfen?
Es könnten beliebig viele Beispiele auch aus anderen Sport- oder auch Lebensbereichen angeführt werden.
 
Für den Bereich des Sports unterscheidet D. Kurz, ein Bielefelder Sportpädagogikprofessor, sechs verschiedene Sinngebungen:
  • Leistung,
  • Gesundheit,
  • Ausdruck,
  • Eindruck,
  • Spiel,
  • Miteinander.
So liegen die nneren Antriebe des Joggers möglicherweise im Gesundheitsmotiv, die des Keglers in der Geselligkeit des Miteinander, die der Jazztänzerin im Ausdruck usw. begründet. Eine Verschmelzung mehrerer Sinngebungen ist nicht nur möglich, sondern durchaus gängig. So strebt der Jogger vielleicht gleichzeitig nach einer Verbesserung seiner Leistung, während der Tänzerin ebenso das "Miteinander" beim Tanzen wichtig ist.
 
Wo liegen die Antriebsfedern für die Freundinnen und Freunde des Bumerangs?
 
In den nächsten Ausgaben möchte ich in Kurzbeiträgen herausstellen, was unter den genannten sechs Sinngebungen genauer zu verstehen ist und was sie für jede(n) einzeln(e) von uns für eine individuelle Bedeutung haben (können).
 
Literaturhinweise auf Anfrage.
 
Ulli Wegner
Meller Str. 59
33613 Bielefeld
Tel. 0521 / 123 134


 
   
  Zurueck   Back