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Masse verschieben
Anregungen zum Experimentieren mit Gewichten

 
Von Ulli Wegener
 
Ausgangssituation:
Oft habe ich mich über Klebeband geärgert, das seinen Namen nicht verdient hat. Meist ist ein Streifen auch nur einmal benutzbar. Soll eine Münze, ein Stuck Blei o.ä. noch einmal in der Position verändert werden, muß ein neues Stück Klebeband her. Werter und Werferinnen in meinen Ausbildungsgruppen greifen gern auf meine Materialien zurück, da sie zum x-ten Mal vergessen haben, selbst etwas mitzubringen. Dazu finden sich auf Wurfplätzen gelegentlich entsprechende Restmüllhäufchen.
 
Der eigentliche Anlaß, über Neuentwicklungen auf dem Gebiet des Gewichtens nachzudenken, war aber folgender-. Wie bekomme ich Bumerangwerfer - und hier vor allem die Anfänger - dazu, sich selbst experimentell mit dem Gewichten von Bumerangs kreativ auseinanderzusetzen, damit sie die Wirkung von Masseverschiebungen auf einfache Weise erfahren und begreifen können?
 
Dementsprechend dienen die Anregungen, die ich hier gebe, besonders denjenigen Lesern, die selbst Bumerangkurse/ Workshops leiten, und sich stets wiederholenden Fragen ausgesetzt sehen ("Wo muß ich das hinkleben?").
 
Idee:
Adam Müllers geschlitzte Wurfhölzer in Kombination mit den leichten Fast Catch Bumerangs aus 3mm Holz von Fridolin Frost ließen mich zum "Schrauber" werden. Wenn die ohnehin leichten 3mm Bumerangs durch viele Schlitze noch leichter werden, muß entsprechend wieder Gewicht bzw. Masse ersetzt werden, vor allem, wenn die 20 in Distanz erreicht werden soll. Dies' erprobe ich zur Zeit recht erfolgreich auf folgende Weise:
Je nach Bumerangtyp füge ich zwischen 5 und 20 Gramm in Form von Schraubverbindungen aus Gewindeschraube, Hutmutter und ggf. Unterlegscheiben hinzu (s.Abb.). Dabei darf eine einzelne Schraubverbindung durchaus fünf Gramm überschreiten.
 
Bisherige Erfahrungen:
Durch die abgerundete Hutmutter und das hierdurch verdeckte Schraubenende ist keine Verletzungsgefahr beim Fangen gegeben, der Luftwiderstand dürfte nicht größer sein, als wenn ein Gewicht unter dem Bumerang klebt.
 
Entgegen meiner Erwartungen ist keinerlei Werkzeug (sprich Schraubenzieher) erforderlich, da sich die Hutmutter bequem greifen und festziehen bzw. lösen läßt. Bumerangs, die ohne Gewichte kaum 10 Meter weit fliegen - das gilt vor allem für 4 - und 5 - Flügler können durch schrittweises Verschieben der Gewichte nach außen Distanzen von 35 oder 40 Metern erreichen. Ist der Bumerang erst einmal "grob" eingestellt, geht beim nächsten Wurftermin die Feineinstellung durch minimale Gewichtsverschiebung recht schnell.
 
Besonders bei herkömmlichen 2 - Flüglern wird die unterschiedliche Wirkung der Gewichte an den beiden Armen deutlich. Durch die vielen Schlitze wird zudem die Windresistenz erheblich gesteigert. Um die erhöhte Bruchanfälligkeit im Rahmen zu halten, empfehle ich geschickte Kombinationen von langen Schlitzen (es bieten sich die Maße von Knicklichtern geradezu an !) und Löchern, die alle jeweils Gewichte aufnehmen können.
 
Mit Schraubverbindungen unmittelbar am Flügelende habe ich schlechte Erfahrungen beim Abwurf gemacht: Die Hutmutter blieb in zwei Fällen am Zeigefinger hängen, beide Bumerangs stürzten direkt vor mir auf den Boden und zerbrachen.
 
Material und Kosten: Bisher habe ich hauptsächlich mit verzinkten Schrauben von l0mm Länge (besser wäre 8mm) und 4mm Durchmesser gearbeitet. Dazu kommen die Kotflügel-/Unterlegscheiben und die passenden Hutmuttern. In die Bumerangs arbeite ich Schlitze von 6mm Breite und gut 40mm Länge ein. Lochbohrungen haben ebenfalls einen Durchmesser von 6mm.
 
Da ich mich bisher noch nicht im Großhandel umgeschaut habe, liegen meine Kosten für eine Schraubverbindung mit ca. 25 Pfennig relativ hoch. Unterschiedliche Materialien (z.B.Messing) bzw. kürzere Schrauben (ohne Scheiben) lassen noch eine bessere Feinabstimmung zu.
 
Viel Erfolg beim Experimentieren!
 
Ulli Wegner
Meller Str. 59
33613 Bielefeld
Tel. 0521 / 123 134


 
   
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