Editorial
Werfen bei Wind
AR Weltrekord
Fast Catch
FC Baupläne
Kurzmitteilungen
Faszination B'Werfen
MTA-Ballastierung
Maple Flyer
Masse verschieben
17-Min-MTA
Bemalen und Lackieren
Ranglisten
Veranstaltungen
 
Zurueck   Back
Bemalen und Lackieren von Bumerangs
-Teil 1-

 
Von Werner Klöden
 
Hier soll nicht die Frage diskutiert werden, ob es sinnvoller ist, Bumerangs mehr oder weniger perfekt zu bemalen oder aber die Zeit dafür zu nutzen, einige neue Modelle zu bauen, sondern es sollen vielmehr Tips gegeben werden, wie die Wurfgeräte "glänzend" zur Geltung gebracht werden können; denn eine farblich und lackmäßig schöne Oberfläche macht einen gut gelungenen Bumerang auch für einen Nichtwerfer zu einem ästhetischen Gegenstand. Und war der Bumerang ausnahmsweise mal kein Super-Rekordmodell, so kann er bei erstklassiger Bemalung immer noch zu einem Schmuckstück für die eigenen vier Wände oder ein nicht zu verachtendes Geschenk für eben jenen befreundeten Nichtwerfer werden.
 
Wie stets in Fällen, in denen das handwerklich Optimale gewünscht wird, muß man zunächst für richtiges Werkzeug und geeignete Materialien sorgen. Mit folgendem sollte man deshalb wenigstens ausgerüstet sein:
  • Feinminenbleistift und Radiergummi,
  • Lineal, ggfs. Kurvenlineal,
  • Tuschpinsel Nrn. 2, 4 und 6,
  • Lackierpinsel (flach), etwa 4 - 5 mm und 20 mm breit, mit feinem, aber nicht zu weichem Haar,
  • Klebeband (z. B. Tesafilm),
  • dünnes Packpapier,
  • starke Pappe (aufgeschnittene, kräftige, große Kartons),
  • Karton (für die Herstellung von Abdeckschablonen),
  • Zeitungspapier,
  • Pinnstifte,
  • Schleifpapier (Körnung 400, unter Umständen 600),
  • Plakafarben (oder Wacofin oder ähnliche, möglichst farbkräftig und leuchtend),
  • Acryllackfarben (matt gut geeignet),
  • Acrylspraylack (ebenfalls matt),
  • farblosen Acryllack (glänzend!),
  • Pinselreiniger (auch Petroleum geeignet),
  • schmales, leeres, verschraubbares Glas (z.B. altes Ollvenglas).
Der Bumerang sollte bereits mit einer Schnellschleifgrundierung behandelt, leicht übergeschliffen und eingeflogen sein, und es müssen alle eventuellen Schmutzspuren (vom Einfliegen) @ndlich beseitigt worden sein.
Ich pflege meine Bumerangs auf vier verschiedene Weisen farblich zu gestalten, und zwar durch
  • a) vollständiges Überziehen mit Acrylspraylack (sowohl in einheitlichem Farbton als auch in der Weise, daß verschiedene Farben ineinander übergehen) oder
  • b) teilweises (‹berziehen mit Acrylspraylack (z. B. nur an den Flügelenden und/oder am Ellbogen) oder
  • c) Bemalen mit farbigen Acryllacken oder
  • d) Bemalen mit Plaka- oder ähnlichen Farben (geeignet für feine Muster und Verzierungen).
  • e) Abschließend werden alle Varlanten a) - d) mit farblosem Acryl-Glanzlack versiegelt.

 
Allgemeines zu a) und b)
Beim Arbeiten mit Spraylacken ist, weit mehr noch als beim Umgang mit Streichlacken, gesundheitliche Vorsicht geboten! Deshalb sollte man für diese Arbeiten einen geeigneten, gut belüftbaren Arbeitsraum zur Verfügung haben. Will man etwas wirklich Gutes für sich tun, ist eine richtige Atemschutzmaske zu empfehlen. Staubfiltermasken reichen nicht! Als Arbeitskleidung sind alte Jeans und alte Hemden, die eigentlich im Textilcontainer landen sollten, genau richtig.
 
Die Bumerangs werden in waagerechter Lage gesprayt. Der Fußboden des Arbeitsraums ist deshalb vor Beginn des Sprühens möglichst lückenlos, zumindest aber im Umkreis von 2 - ') in vom Sprühzentrum, mit Zeitungspapier abzudecken. Je nach sonstigem Verwendungszweck des Raumes ist anzuraten, auch die Wände mit Abdeckpapier zu schützen. Auf die Stelle, wo die Bumerangs mit Farbe besprüht werden sollen, legt man ein stärkeres Stück Pappkarton auf den Fußboden (etwa 1 x 1 in). In den Karton 3 4 Pinnstifte stecken, auf denen der Bumerang ruht, so daß das Fluggerät keinen direkten Kontakt zur Pappfläche hat. Die Köpfe der Pinnstifte sollten nicht zu hoch aus der Pappe herausragen, so daß der Bumerang ca. 3 - 4 mm über der Pappe auf den Stiften liegt. Der Abstand zur Pappfläche darf nicht größer sein, weil sich dann weniger Farbe beim Sprühen auf die Unterseite des Bumerangs "schleicht". Das ist wichtig, insbesondere wenn man die Ober- und Unterseite des Bumerangs verschiedenfarbig lackieren will. Die Bumerangs sollen beim Lackieren liegen, weil die Farbe gleichmäßiger verläuft und sogenannte "Nasen" vermieden werden, die häufig bei senkrechter Lackierung entstehen. Verwendet man im übrigens sogenannte "Neon"-Farbspraylacke, muß man über den "Neon-Lack noch einen Schutzlack sprühen, der den Erhalt der Leuchtkraft garantieren soll.
Werner Klöden
Vierländer Weg 4
21465 Reinbek

 
(Anm. d. Red.:
Die sehr ausführliche Arbeit von Werner Klöden hätte eine ganze BW gefällt. Wir veröffentlichen sie daher in 4 Teilen. Bis zur nächsten Ausgabe haben die Leser also Zeit, sich alles nötige Material zu besorgen.)
 

 
   
  Zurueck   Back