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Deutsche Schülermeisterschaft am 14./15. Juni in Scheeßel
Von Matthias Weber

 
Deutsche Schülerbumerangmeisterschaft - wie hört sich das denn an? Die werfen da doch bestimmt alle mit Standardformen und versuchen hin und wieder mal einen Rang zu fangen, und sich dann auch noch als offiziell anerkannte DEUTSCHE Schülerbumerangmeisterschaft anzusehen. Aber nach Uwe Niederstraßer war diese Veranstaltung, welche am 14./1 5. Juni in Scheeßel stattfand, der Teilnehmerzahl nach sogar eine der größten Bumerangveranstaltungen in diesem Jahr. Und das mit den Standardformen ist wohl auch nicht so ganz richtig; Poly & ABS Dreiflügler waren ganz klar die Regel (und glasfaserverstärkte Vierflügler mit Schlitzen und so 'nem netten Zeug gab es natürlich auch). Einzig an dem "hin und wieder mal einen fangen" war in Scheeßel vielleicht ein bißchen was dran. Aber das lag ganz klar an dem Wind.
 
Wobei wir nun also mitten im Geschehen wären. Nachdem Eintreffen der Schulteams und der Einzelstarter am Dienstagnachmittag versuchten wir uns auf den obengenannten Wind einzustellen, was uns dann mehr oder weniger gut gelang (nachdem Uwe großzügigerweise mit seinen Tips rausgerückt ist).
Und irgendwie war es darin auch schon 17 Uhr und die erste Disziplin, das Schnelle Fangen, war angesetzt. Die max. zur Verfügung stehende Zeit wurde auf 2 min. ausgedehnt. Den ersten Platz machte hier Erhard Kersten. Was soll ich sonst noch zum Fast Catch sagen? Es war halt viel Wind, und manche störte das wohl doch mehr als andere. Nach dem Fast Catch ging es dann ins Internat, wo gegrillt, Fußball gespielt, einer etwas gekürzten Zaubershow beigewohnt, Bumerang geworfen, sich unterhalten und was weiß ich noch alles gemacht wurde. Spannend war es wohl allemal, denn ins Bett gingen die meisten erst recht spät.
 
Nach einer kurzen Nacht und dem Frühstück im Internat, welches die Wolfsburger diesmal nicht verschliefen, ging es wieder zum Wurfplatz. Der Wind hatte sich noch nicht gelegt, so daß das Werfen und Fangen schwierig blieb. Fangen mußte man bei der jetzt anliegenden Disziplin sowieso nicht (was die Sache aber auch nicht einfacher machte), denn Accuracy stand auf dem Programm. Die besten Resultate erzielten: Schmidt, Kolja(1); Kaprykowsky, Hagen(2), Klenner, Benjamin(3). (Hagen grinste sogar wieder.) Ohne viel Zwischenzeit wurde Endurance dann durchgezogen. (Hagen konnte jetzt sogar wieder lachen!). Die besten Werfer waren hier: Thienhaus, Olli(1); Kersten, Erhard(2); Kaprykowsky, Hagen(3). Jetzt konnte man sich schon recht leicht ausdenken, wer den Gesamtsieg erreichen würde, so daß die Wolfsburger, um ihren Teamchef davon abzuhalten, sie auch ja wieder in seinem Bumerangmobil mit nach Hause zu nehmen, nur noch das Team Relay gewinnen mußten.
 
Was sie dann natürlich auch noch taten. Erwähnenswert bleibt dann vielleicht noch, daß der Rang nur 20 in machen mußte, und wir von der 20 in Linie losgelaufen sind. Die anschließende und abschließende Siegerehrung mußte schnell vonstatten gehen, da einige Teams und Werfer sich beeilen mußten, um ihre Zuge noch kriegen zu können. (Same procedure as every year). Preise gab es recht viele, und auch recht schöne (z.B. die vom DBC gespendeten T-Shirts von der WM 92). Bleibt mir dann noch zu sagen, daß diese Meisterschaft von der Atmosphäre irgendwie einer gelungenen Klassenfahrt glich Im nächsten Jahr findet die DSBM in Tossens statt.
 
Pädagogische Randnotizen von Andreas Weber:
Bumerangwerfen ist auch ein Mannschaftssport. Unsere gut vorbereiteten Einzelstarter mußten dies leidvoll erfahren.
Es kommt auch auf den Coach an. Einstellung und Motivation hängen auch vom lehrenden Betreuer ab.
Das Material ist nicht alles. Wichtiger ist die genaue Einstellung auf die jeweiligen Witterungsbedingungen.
Ein Allgemeinplatz: Die Wettkampfsituation ist anders als die Trainingssituation.
Ein auffälliger Unterschied: die Kämpfer arbeiten deutlich anders als die Stilisten.
 
Unter den ersten Zehn befinden sich Abiturienten und ein Grundschüler, Wettkampfneulinge und alte Hasen, das Alter scheint in diesem Sport keine so große Rolle zu spielen. Wer Breitensport und Werbewirkung will, muß solche Wettbewerbsformen unterstützen, in denen es nicht um Ranglistenpunkte geht. Der Einstieg ist und bleibt das Bauen, trotz der Darnells, mit denen auch dieser Wettbewerb gewonnen wurde. Dennoch sollten wir in unseren Gruppen auch ab und an unter Wettbewerbsbedingungen üben. Noch 'ne Binsenwahrheit: Dieser Wettbewerb muß bleiben, weil er eine ideale Weiterbildung für bumeranginteressierte Kollegen ist. Als technikfeindlicher Banause, der ich bin, bin ich schon auf die angekündigte Computerauswertung der nächsten Meisterschaft gespannt.

 
Die Veranstalter Andreas Weber (l) und Rolf Herrfurth (r.) im Gespräch mit "Bumerang Welt Reporter" Wilhelm Bretfeld.

 
   
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