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Beginner's Corner
Disziplin: Trickfangen

 
Noch im Juni stand ich mit dem Trickfangen auf Kriegsfuß. Aber nach einer intensiven Trainingsphase im Sommer klappt es jetzt ganz ordentlich. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse will ich gerne an unsere Leser weitergeben.
 
Man braucht:
Wie üblich einen Kreis mit 20 in und einen mit 2 in Radius, mehrere Linienrichtung (für die Reichweitenüberprüfung) und mindestens einen Schiedsrichter zur Überprüfung der gültigen Fänge.
 
Die Regeln:
Der Bumerang wird aus dem 2 m - Kreis geworfen, muß den 20 m - Kreis überfliegen und nach einer vorgegebenen Reihenfolge mit steigendem Schwierigkeitsgrad gefangen werden. Jeder Fang gibt einen Punkt, die höchste Punktzahl gewinnt. Das z.Zt. gültige DBC-Regelwerk sieht folgende 12 Fänge vor:
1. Beidhändig sauber.
2. einhändig links (Körperhilfe erlaubt).
3. einhändig rechts (Körperhilfe erlaubt).
4. einhändig links (sauber).
5. einhändig rechts (sauber).
6. hinter dem Rücken.
7. unter einem Bein.
8. zwischen den Beinen stehend.
9. wie 8 aber einhändig,
10. wie 6 aber einhändig.
11. wie 7 aber einhändig.
12. mit den Füßen.
 
Leider sind die Fänge international nicht einheitlich, die Amerikaner haben z.B. den eagle catch im Programm, der Bumerang wird einhändig von oben gegriffen.
 
Die Hardware:
Dreiflügler haben sich, wegen der leichteren Fangbarkeit, absolut durchgesetzt. Auch die Formen sind sehr ähnlich (siehe Abb.) Das Material ist i.d.R. 2-2,5 mm Pertinax, Hartgewebe oder GFK Auch Polypropylen findet noch Verwendung Bei wenig Wind kann auch gut mit dem triFly von Eric Darnell geübt werden. Wichtig ist, daß der Bumerang eine ausgeprägte Schwebephase hat und schön senkrecht von oben herunterkommt. Hier hilft häufig eine große Bremsklappe von unten in der Mitte,
 
Wurf/Strategie:
Viel Spin, wenig Kraft! Die genannten Dreiflügler müssen fast alle mit wenig Neigungswinkel und leicht aufwärts geworfen werden. Hier hilft nur viel Übung mit dem selben Bumerang! Gerade für das Trickfangen ist es wichtig, das Gerät genau zu kennen, vor allem in seiner letzten Flugphase. Im Idealfall wirft man bewußt etwas anders, damit er für einen Fang unter dem Bein etwas schräg hereinkommt oder für den einhändigen Fang senkrecht von oben.
 
Tips zu den einzelnen Fängen
"Sauber" heißt, der Bumerang darf nur mit der Hand und dem Unterarm bis zum Ellbogen (beim foot-catch: Unterschenkel bis zum Knie) gefangen werden.
 
Bei den Fängen "hinter dem Rücken", "unter einem Bein" darf zwar der Rücken/das Bein berührt aber nicht als Fanghilfe benutzt werden. Im Einzelfall ist das vom Schiedsrichter zu entscheiden. Am besten, man vermeidet solche Berührungen.

 

Mit der linken Hand geht es leicht
 
Meistens haben Rechtshänder größere Schwierigkeiten, den Bumerang einhändig rechts (sauber) zu fangen als links (Linkshänder umgekehrt). Dies liegt daran, daß beim Fang mit links der Bumerang automatisch in die Spalte zwischen Daumen und Zeigefinger gerät (siehe Abb. oben). Beim Fang mit der rechten Hand geht das nicht so einfach. Eine mögliche Lösung: den Bumerang mehr am hinteren Ende (vom Körper weg) greifen und dabei den kleinen Finger und Ringfinger zu einer Kralle forrnen (Abb. unten).

 

Mit der rechten Hand ist es schwieriger!
 

 
Bei allen Fängen hilft positives Denken! Wer dem hereinschwebenden Bumerang entgegensieht und denkt "hoffentlich fange ich ihn", der greift bestimmt daneben. Sagt Euch einfach: "Ich fange ihn" - und es klappt! "Hinter dem Rücken" und "unter einem Bein" sind relativ leichte Fänge, die jeder nach kurzer Übung in den Griff bekommen wird. "Unter einem Bein stehend" ist dagegen schon so eine Sache. Viele Werfer greifen von hinten unter dem Bein durch und fangen vor dem Körper (wie links abgebildet). Ich empfehle, mit dem fangenden Arm von vorn unter dem Bein durchzugreifen und den Bumerang neben dem Körper zu fangen.  

"Einhändig hinter de Rücken" ist für mich der schwierigste Fang. Man muß genau wissen, wo der Bumerang herunterkommt (weil man ihn ja nicht sieht!) und den Körper in die richtige Lag bringen. Hilfreich ist, wenn de Bumerang beim Fang den Körper berührt, um die Drehung zu stoppen.
 

 
Beim footcatch ist am wichtigsten, daß man den genauen Ort zum Hinsetzen einschätzen kann. Auch hier ist die genau Kenntnis der letzten Flugphase entscheidend. Der Unterkörper wird nach dem Hinsetzen etwas verdreht, so daß die Füße den Bumerag von unten und oben einklemmen (nicht etwa seitlich!). Zum Üben am besten einen bruchsicheren Bumerang verwenden!
 
Viel Erfolg
wünscht
gb

 
   
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