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Weltmeisterschaft in Japan
 
Aus technischen Gründen müssen wir in dieser Ausgabe auf den Fototeil des Berichtes unseres "BW-Reporters" verzichten. Wir holen das in der nächsten Ausgabe nach (Red.)
 
Das hatte sich Herr J.S. Bach vor 250 Jahren gewiß nicht träumen lassen: Zu seiner zeitlosen Musik wurde in Japan die Siegerehrung im Team- und Individual Boomerang World Cup 1994 würdigst vorgenommen. Das war einer der Höhepunkte der bestens organisierten Weltmeisterschaft. 10 Teams hatten sich in Hiratsuka (verblüffenderweise ohne das "u" gesprochen) eingefunden, alles, was Rang und Namen hatte, aus USA, Europa und dem "Rest der Welt". Angesichts der für uns hohen Kosten für die Anreise war es nicht selbstverständlich, daß die gewählten Ranglistenspitzen auch kommen konnten. Doch ein nobler Sponsor hielt alle vor Ort frei. Und wie! Unterkunft in einem klimatisierten Gebäude des städtischen Parks. Frühstück und Abendbrot in der dazugehörigen Kantine - alles in fußläufiger Entfernung zum Stadion und zur Übungswiese. Mittags 'fast food' aber nicht von Mc D., sondern pralinenkastengleich sortierte tolle Leckereien nebst Stäbchen. Das Startgeld hätte für all das in Japan wohl nie gereicht.
 
Zwischen Sportplatz und Unterkunft eigentlich allgegenwärtig - war Yoshi mit unerschütterlicher Freundlichkeit präsent. Er hatte die Fäden in der Hand. Mit Diana und Dough Du Fresne sowie Dennis Maxwell verfügte er auch über einen erfahrenen Helferstab. Earl Tutty als Veranstalter 1996 und ich (em) waren auch noch nach Kräften dabei.
 
Die Eröffnungszeremonie wurde vorgeprobt. Ein ungewöhnlicher Umstand für eine Bumerangveranstaltung. Was zunächst von allen mit einem Schmunzeln mitgemacht wurde, erwies sich später nach Eintritt der Dunkelheit im flutlichterleuchteten Stadion für alle als beeindruckend, ja bewegend. Selbst die Entzündung einer nachgerade olympischen Feuerschale durch den australischen Botschafter hatte seinen Platz in der Zeremonie. Die Aktiven hatten sich mit der Tatsache abgefunden, die Wettkämpfe in der Arena eines Stadions abzuhalten. Es stellte sich heraus, daß die Zuschauer von den Rängen einen hervorragenden Überblick auf die Wurfkreise genossen, zu ebener Erde ist dies stets ein Manko und beeinträchtigt das unmittelbare Verständnis für das Geschehen in den Kreisen, die die (Bumerang) Welt bedeuten. So wurde international durchaus laut darüber nachgedacht, in wie weit die Spielregeln zugunsten einer größeren Publikumsfreundlichkeit und der Durchführung in Sportstadien modifiziert werden könnten und sollten.
 
Die Atmosphäre im Stadion war toll wie immer bei solchen Gelegenheiten. Doch allen machte die Hitze zu schaffen. Bei über 30 Grad und einer stattlichen Luftfeuchtigkeit wurde der Schweiß, den die Götter bekanntlich vor den Erfolg gestellt haben zum Problem: Die Bumerangs flutschten tatsächlich durch die Arme. Bis dann das Magnesia aus dem Fundus des Leichtathletikstadions Abhilfe schaffte. Natürlich litten auch die absoluten Leistungen unter diesen Umständen. Doch die Spitzenwerfer hatten nur wenig Einbrüche. Bei den Teams lieferten sich die ersten fünf der Gesamtwertung ein Auf und Ab in der Führung. Nachher gibt es dann immer die lustigen "wenn" und 'hätte nicht'. Alle haben sich mit mehr oder weniger fortune ins Zeug gelegt.
 
Gleich am ersten Wettkampftag geschieht eine kleine Katastrophe für das Internationale Team. Bei einem Jubelsprung über eine tolle Leistung von Garry Broadbent stolpert der Favorit und Einzeltitelverteidiger Fridolin Frost und bricht sich dabei das Schlüsselbein. Aus der Traum für dieses Jahr. Rückflug nach Deutschland wegen der Kompliziertheit des Bruches. Auf dem Flughafen die Fortsetzung des Dramas. Diesesmal ist es die Lufthansa, die durch eine Kette von peinlichstem Verhalten und Ignoranz ihre Servicewerbung ad absurdum führt. Abends in der Unterkunft bei sündhaft teurem Bier stets das beliebte und unvermeidliche Fachsimpeln. Aber auch sonst kommen sich die Nationen näher. Pläne für Sightseeing werden geschmiedet.
 
Die Einzelmeisterschaft geht mit den Disziplinen Fast Catch, MTA, Austr. Runde und Trickcatch an Chet Snouffer (der übrigens inzwischen öffentlich seinen Rückzug aus dem aktiven Wettkampf kundgetan hat), gefolgt von Thorsten Fredrich (Gratulation von der Redaktion!) und Yannick Charles aus Frankreich. Vierter wird Axel Heckner,(die Redaktion gratuliert!).
 
Nach dem offiziellen Ende mit der oben erwähnten Abschlußfeier machten sich einzelne Teilnehmer und Teilnehmerinnen noch zu Rundreisen auf, die häufig bei Yoshi ihren Abschluß fanden. Für ein Dutzend Gäste war ein privates homestay-programme ermöglicht worden. Ich selbst hatte das Glück, in einer der freundlichen japanischen Familien unterzukommen und vor meinem Rückflug (nicht mit Lufthansa!) noch einen sehr privaten Einblick in das Innere einer Familie zu erhalten. Nicht nur dafür sind wir Yoshi und seinen Helfern sehr dankbar.
em
 
Ergebnisse: Team Cup
 
1. USA
2. Deutschland
3. Frankreich
4. Intern. Team
5. Schweiz
6. Australien
7. Canada
8. Japan A
9. Japan B
10. Intern. Frauenteam
 
Einzelmeisterschaften (62 Teiln.)
1. Chet Snouffer USA
2. Thorsten Fredrich D
3. Yannick Charies F
4. Axel Heckner D
5. Earl Tutty NS
6. Gregg Snouffer USA
6. Garry Broadbent USA
8 Matthieu Weber F
8. Harald Steck D
23. Hartmut Steeb D
31. Eckhard Mawick D
35. Oliver Rau D
39. Miachel Siems D
48. Gabi Englert D
48. Ellen Richter Zacher D
 
Hierbei gewann Harald Fast Catch und Hartmut Australische Runde . (Die Redaktion erhebt sich aus den Sesseln!)

 
   
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