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Die Bumerangs vorzeigen

Trotz der über die Jahre währenden Wiedersehen bei den Wettkämpfen: Immer wieder neu zeigen sich die Werfer gegenseitig ihre guten Stücke, und immer noch wird von diesem oder jenem Teil schnell der Umriß zu Papier gebracht (oder ein Original wird gar ersteigert), erfragt werden spezielle Eigenschaften des Profils, des Einstellwinkels, der Flügelbiegung. Ein intensiver Erfahrungsaustausch mit Folgen: So verbreitet sich der Gebrauch besonders erfolgreicher Bumerangs direkt und schnell.

Zunehmend erfahren wir auch von Bumerangs, deren Hersteller zur Sorgfalt besonders handwerkliches Geschick und auch ästhetisch-kreatives Vermögen beimischen; die so entstandenen Werkstücke werden oft so schön, daß man sich nicht mehr traut, sie zu werfen, aus Angst, sie zu beschädigen oder gar zu verlieren. (Wo im Hamburger Stadtpark hängt Jonas Romblads MTA?).

So enden die Schmuckstücke auf dem Nagel in der Wand, und der Besitzer oder Hersteller fragt sich, ob dieser Käfig denn nun die Endstation für ein Fluggerät bleiben soll. Jedenfalls bleibt das Schauen, der befriedigende Blick auf Geräte, die zwar ihre Funktionsfähigkeit behalten, aber deren äußere Gestaltung ihren Schwerpunkt, einem Kunstwerk ähnlich, im Ästhetischen haben. (Bei welchem Sportgerät gibt es dieses Phänomen noch?)

So werden aus Australien schon früh die besonders gestalteten Bumerangs der damaligen Gebrüder Janetzki erwähnt; bald darauf machen die hervorragend verarbeiteten Geräte von Herb Smith von sich reden. In Deutschland war es Bernhard Martin, der mit seinen Airbrush-Kunstwerken hervortrat. Frühe Beispiele sind auch die Laminate von Volker Behrens, die furniergeschmückten Stücke von Uwe Hast und Jonas Romblad. Christian Kirsch hat dann vor allem in der vollkommenen Bemalung der kreativ eigenwilligen Formen beachtliche Kunstwerke hervorgebracht.

Die Bumerang Welt hat im Laufe der Jahre versucht, die meisten dieser Spitzenerzeugnisse zu zeigen. In dieser Ausgabe ergänzt sie die Reihe, indem sie Bumerangs von Didier Bonin, Bumerang Club Dijon, vorzeigt. (Das große Bild oben zeigte einen Ausschnitt aus Didiers Sammlung.) Didiers Gestaltungskraft umfaßt Furnier und Farbe, die Formen sowieso. Unsere Leser kennen die Grenzen der Kopierverfahren, die immer nur einen vergröberten Eindruck geben. In diesen Grenzen möchten wir sie zum Schauen einladen und darum bitten, ihrerseits uns in den Stand zu setzen, auch ihre von besonderer Kreativität bestimmten Lieblinge vorzuzeigen.


wb

 


 
   
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