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Entwicklungsreihe: Fast Catch
Dieser Artikel soll nicht nur einen guten Fast Catch Bumerang vorstellen, sondern vielmehr durch seine Entwicklungsgeschichte unseren Lesern Wege aufzeigen, wie man durch Variationen erprobter Modelle zu neuen Formen kommt und welche Auswirkungen bestimmte Formänderungen auf die Flugeigenschaften haben.

Es fing alles mit Eric Darnells triFly (1) an, der in abgewandelter Form von Gregory Bisiaux bei seinem Weltrekord verwendet wurde. Da ich mit diesem Modell nie so recht klargekommen bin (er war mir einfach zu leicht und „wabbelig”) baute ich ihn aus 6 mm PP nach (2) - genauso ausgehöhlt wie das Vorbild. Dieses Gerät war lange mein Liebling, Zeiten um 21 s waren damit möglich. Allerdings mußten die Arme stark nach unten gebogen werden.

Also baute ich eine Variante mit geschwungenen Armen (3), um das Auftriebsmaximum hinter den Drehpunkt zu bringen und auch ohne Biegung eine niedrige Flugbahn zu erreichen. Dieses Modell flog ganz ordentlich, rotierte aber zum Schluß noch recht kräftig und drehte bei Windstille häufig vor mir ein. Daher schnitt ich am Flügelende einfach etwas Material weg (4).

Mit diesem Gerät (und etwas Glück) gewann ich bei der EM ‘95 Fast Catch. Das zog natürlich einige Kaufanfragen nach sich. Da das Original aus 6 mm PP, stark gehöhlt und zusätzlich mit kannelierter (!) Oberfläche eine Heidenarbeit macht, baute ich die Form aus 5 mm Sperrholz. Außerdem wurde sie per Computer „begradigt”. Das Sperrholz-Modell (5) flog leider recht hoch und langsam. Mit heruntergebogenen Armen war es aber ein sehr sicheres (und durchaus windstabiles) Gerät. Um es schneller zu machen, baute ich eine 4 mm-Variante.

Dabei stellte sich eine neue unangenehme Eigenschaft ein: Das Gerät flog zwar recht flott und niedrig, stieg aber in der letzten Flugphase kräftig an. Ich vermutete als Ursache die am Ende kräftig in Gegenrichtung geschwungenen Arme. Tatsächlich lag das Auftriebsmaximum der Flügelenden vor dem Drehpunkt. Also nahm ich diese Krümmung etwas zurück. Dieses Modell (6) begeisterte mich auf Anhieb. Es fliegt schnell, bei gleichbleibender Höhe und ohne am Ende aufzusteigen. Ganz zum Schluß bremst es dann leicht ab und kann noch bequem gefangen werden.

 

 

Überraschend war ein Vergleich mit anderen guten Fast Catch Bumerangs (Abbildung 2). Während Doug DuFresnes FC III durch die wesentlich längeren Flügel deutlich abweicht (1) stellte ich fest, daß Fridolins Icerunner praktisch deckungsgleich ist (2). Hier scheint also ein gewisses Optimum erreicht zu sein.

gb